Seit einigen Jahren stelle ich mir immer wieder die "Wieviel"-Frage. Wieviel Geld brauche ich? Wieviel Quadratmeter? Wieviel PS? Wieviel Urlaub? Wieviele Hunde? Wieviele Computer? Und wieviele Fahrräder? Und noch viele Wieviel-Fragen mehr.
Und früher war die Antwort auf diese Fragen immer klar: Je mehr, umso besser. Also so viel wie möglich. Und ich habe meine Reaktion nie hinterfragt, weil um mich herum schon immer hieß: Wer mehr besitzt, der ist einfach besser dran. Und wer möchte denn nicht besser dran sein? Also so im Leben...
Reicht mir eine Abstellkammer zum Leben?
Doch in den letzten Jahren habe ich festgestellt, das die obige Frage nur dann Sinn (für mich) ergibt, wenn ich den Zweck daran binde. Wieviel wovon brauche ich denn Wofür eigentlich? Und das gilt es zu klären. Ich habe also begonnen, alle Wieviel-Fragen mit einem Zweck zu verbinden und sie mir erneut zu stellen. Und plötzlich war die Antwort auf jede einzelne Frage nicht mehr so klar. Denn es ergaben sich nun etliche Kombinationen aus all den Fragen, die unterschiedlich ins Gewicht fallen. Und diese gilt es für mich nun neu zu interpretieren.
Oder möchte ich ein Waldstück, in dem ich schöpferisch wirken kann?
Also befinde ich mich derzeitig in einer Transitionsphase. Alles nochmal neu bewerten, gewichten und dann entscheiden. In einigen Dingen habe ich mit mir selbst bereits zu einem Konsens gefunden. In anderen stehe ich gefühlt noch am Anfang. Es ist eine wirklich spannenden Phase. Und ich bin auch ein wenig froh, dass die Umstände mich nicht in einen Tunnel gezwungen habe, aus dem es kein Entkommen gibt. Andererseits kann man jetzt aus so vielen Optionen wählen, dass eine Entscheidung selten ad hoc gewählt werden kann.