Der Unterschied den ich hier sehe, ist der, dass die Affen scheinbar aus irgendeinem Grund ein größeres Rudel bilden. Ich kenne mich in der Biologie gar nicht aus, muss ich dazu sagen. Menschen haben das Verhalten ja nicht wirklich.
Wenn in menschlicher Zivilisation ein Krieg ausbricht, dann ist der ja in aller Regel zwischen Staaten. Ich habe als Individuum keinen Einfluss auf die militärpolitischen Entscheidungen meines Nationalstaats. Außerdem ist der Nationalstaat ja kein soziales Konstrukt, wie etwa ein Rudel sondern hat eine primär ökonomische Basis.
Aber ja, Krieg zwischen sozialen Gruppen sehen wir auch beim Menschen. Mir kommen da gerade Fußball-Ultras in den Kopf, die sich auch gegenseitig gerne die Köpfe eintreten. Das ist wohl sehr vergleichbar mit den Affen.
Die Frage ist, ob man die Veranlagung zu Gewalt genetisch nachweisen kann und sollte solch eine genetische Veranlagung gefunden werden, wäre spannend herauszufinden, ob man künstlich (erstmal experimentell in der Affen-Welt) gesellschaftliche und materielle Gegebenheiten schaffen kann, die die Gruppenbildung und Gewalt vollständig auflösen.
Denn wir als Menschheit sollten ja offensichtlich nach einer Konstruktion die Kriege verhindert. Aber die Frage die sich stellt, ist die, ob es immer ein Gewaltmonopol (Polizei) braucht, um Gewalt aufgrund sozialer Kontakte (Fußball-Ultras, Gewalt in der Beziehung etc.) zu unterbinden.
RE: Krieg unter Schimpansen