Zunächst einmal danke für Deine Antwort. Ich verstehe nun, warum Ihr Leute, die Ihr schon länger dabei seid, diese Community so liebt, wenn man sogar auf einen leicht "ketzerischen" Beitrag wie den meinen so eine ausführliche und fundierte Antwort bekommt.
Ich muss auch zugeben: Ich persönlich halte zwar große Stücke auf Justin Sun und halte ihn für einen der größten und aktivsten Visionäre des gesamten Kryptomarktes, aber tatsächlich ist er manchmal etwas impulsiv, womit er schon öfter schlechte Publicity eingefahren hat und was wohl auch ein Grund ist, warum es so viel FUD über Tron gibt. Trotzdem muss man sagen, dass Justin Sun am Ende eigentlich das was er wirklich versprochen hat, auch gehalten hat, selbst wenn es mal hier und da hakte und knirschte. (s. das Lunch mit Warren Buffet, bei dem Justin Sun übrigens nicht nur das eigene Projekt gepush, sondern allgemein Überzeugungsarbeit für die Kryptowelt als Ganze geleistet hat)
Dass Tron mehrere Witnesse hat, ist aus meiner Sicht weniger ein Problem. Wenn die aber alle Tron-Witnesse über einen Server laufen lassen, wäre das natürlich echt ein Fauxpas und müsste aus Sichterheitsgründen schleunigst aufhören.
Langfristig glaube ich aber, dass Steem mit Tron mehr Zukunft hat, als ohne. Ich bin zwar kein Experte für Blockchain-Development, aber ich denke, dass eine dezentrale Datenbank für Textinhalte (bei der Textinhalte ja auch vergütet werden können) durchaus auf einer Datenbank für Verträge laufen müsste.
Ein Vorteil davon wäre, dass man dann STEEM irgendwann auch auf den dezentralen Exchanges von Tron handeln könnte. Da könnten dann Leute aus der Tron-Community, die regelmäßige Rewards für ihre SR-Votings bekommen, einfach und schnell STEEM für ihre geschenkten TRX kaufen. Die Community würde damit schnell wachsen.
Außerdem hat Justin Sun ja auch die gute Angewohnheit an seine TRX-Hodler regelmäßig Airdrops zu verteilen. Ein STEEM-Airdrop an alle TRX-Hodler würde naturgemäß das Interesse an dieser Community erheblich erhöhen. Davon profitieren dann alle.
Die Angreifbarkeit durch Großinvestoren ist übrigens nicht nur ein Problem von DPOS. Letztlich befindet sich ein Großteil der Hashpower der meisten "klassischen" POW-Kryptowährungen in der Hand einiger großer Miningunternehmen, die sich noch weniger in ihre Karten schauen lassen als Börsen wie Binance. Die oft von Bitcoin-Maximalisten geäußerte Behauptung Bitcoin sei "soooo viel dezentraler" als EOS oder TRX ist ein Trugschluss.
RE: Justin Sun hat wieder einen Beitrag gelöscht