Hallo Freunde,
wisst ihr was mir in Erinnerung geblieben ist von meiner Zeit als Geschäftsführer? Ich habe in dieser Zeit vor allem eines gemacht. Ich habe Bürokratie erledgit. Ich habe Gefühlt mehr Zeit damit verbracht Papierkram zu erledigen, als das ich effektiv irgendwas anderes gemacht habe. Und das war vor allem eines, beschissen, wir waren nicht viele Leute und ich musste einen Großteil meiner Zeit darein stecken. Ich habe Gefühlt nichts anderes mehr gemacht, ab einem bestimmten Zeitpunkt, als Papierkram zu erledigen.
Ich meine es war notwendig und ich verstehe warum es Buchhaltung und alles braucht, aber wenn man dann irgendwann jeden Tag an die 10 bis 15 Stunden nur mit Bürokratie beschäftigt ist und daneben noch ein paar andere Sachen erledigen muss, bleibt einen oft nicht viel übrig. Ich wollte eigentlich Programmieren und ein paar Sachen erledigen, aber effektiv habe ich dafür keine Zeit gehabt und das war übel. Ich hab gefühlt in dieser Zeit mehr verlernt als ich in der ganzen Zeit davor gelernt habe. Ich habe nie wieder das gleiche Niveau erreicht wie in der Zeit bevor ich Geschäftsführer war. Ich wurde ein Verwaltungsmensch. Manchmal vermisse ich die Zeit davor, in der ich primär Entwickler war und nicht der Typ der im Hintergrund sitzt und nur verwaltet. Gut heute habe ich einen völlig anderen Job, aber das ist ein anderes Thema. Aber ich kann es nicht weiterempfehlen Geschäftsführer zu sein, vor allem in einem Start Up, wenn man ein Leben haben will.
Es war eine harte Zeit, die ich kaum überstanden habe. Und jetzt mehrere Jahre danach die Folgen ausbaden musste. Scheitern gehört dazu, aber scheitern ist auch teuer. In dem Sinne, gehabt euch wohl und seid ihr schon einmal mit einer Selbstständigkeit oder einer Geschäftsidee gescheitert? Hat es euch etwas gebracht? Habt ihr daraus gelernt oder war es nur rausgeschmissenes Geld? In dem Sinne, schönen Mittwoch noch.