Hallo Freunde,
ich habe viel über ernste Themen in der Vergangenheit geschrieben und dachte mir ich kann das ganze auch mal wieder lockerer sehen. In letzter Zeit habe ich hin und wieder OSTRIV gezockt, ein Spiel bei dem man im 18 Jahrhundert eine Kolonie in Osteuropa gründet. Um genau zu sein im Bereich der heutigen Ukraine. Zur damaligen Zeit förderten verschiedene Akteure wie das russische Zarenreich, aber auch Österreich und Polen führten zu dieser Zeit in diesen Regionen große Ansiedlungsprojekte durch, bzw. die bestehenden Städte wuchsen. Zu dieser Zeit reisten zum Beispiel auch die Vorfahren vieler heutiger Russlanddeutscher nach Osten, angelockt durch Land und die Möglichkeit dem Dicht bevölkerten Mitteleuropa zu entkommen. Hier baut man eben so eine Siedlung.
Der Beginn jeder Runde ist die Platzierung einer ersten Siedlung, welche aus neun Familien besteht, welche in ihren Zelten leben. Dazu kommt ein Lagerhaus mit Startrohstoffen, ein Rathauszelt, in welchem die Arbeiter für den Bau der ersten Häuser und der Bürgermeister stationiert sind. Dazu dann noch ein Brunnen zur Wasserversorgung und eine Feuerstelle mit Sitzstämmen zur Sozialen Interaktion. Das Problem an den Zelten ist, dass sie im Sommer ohne Probleme genutzt werden können, aber im Winter erfrieren die Bewohner. Aus diesem Grund ist eine der ersten Herausfoderungen bis zum Einbruch des Winters im Dezember für jeden Bewohner ein Haus zu bauen. Dafür hat man von März bis Ende November Zeit. An sich eine machbare Herausforderung, man darf nur die Wegstrecken nicht zu lange planen, sonst werden die Häuser nicht rechtzeitig fertig. Und damit verliert man Bewohner die man dringend braucht.
Im Startlagerhaus sind für die ersten Häuser Stroh für die Dächer, Nägel und Bretter. Dazu kommt noch Eisen, aus dem man langfristig neue Nägel und Metalteile herstellen kann. Was man nicht hat ist Holz, welches man beim Holzfäller bekommt und Lehm, das man aus einer Lehmgrube holen kann. Der Holzfäller braucht Arbeiter. Diese Arbeit kann nur von Männern erledigt werden, wobei man zwei Holzfäller braucht um Bäume zu fällen und einen Dritten um Bretter und Brennholz herzustellen. Der Lehm wird von den Arbeitern aus dem Rathaus mit Karren zur Baustelle geschafft.
Wichtig ist auch die Platzierung und Planung der Wege. Anders als in den meisten Spielen entstehen Wege nicht indem man sie baut, sondern die Bürger suchen sich den schnellsten direkten Weg über den sie gehen können. Das kann man durch die Platzierung der Gebäude und mit Zäunen einrichten. Hier zum Beispiel auch durch Tore zwischen zwei Zäunen, durch die der Eingang ins Dorf gekennzeichnet wird. In diesem Fall baue ich ein Startdorf mit Gärten um das Dorf herum.
Den es gibt zwei verschiedene Häuser für den Beginn, Wohnhäuser mit Garten und Wohnhäuser ohne Garten. Die Bewohner der Häuser mit Garten bauen zwischen April und Oktober in ihren Gärten verschiedene Lebensmittel an, die man nicht in den großen Farmen produzieren kann. Der große Unterschied zu anderen Spielen ist, dass man diese Gärten frei platzieren kann. Auf einer Fläche von bis zu 50x50 Feldern kann man das Haus frei platzieren und die Bewohner werden dann verschiedene Früchte auf ihrem Grundstück anbauen, oder sie beginnen damit Honig zu produzieren.
Die zweite Form von Häusern sind Wohnhäuser ohne Garten. In diesen findet genau wie in den Häusern mit Garten eine Familie Platz. Der Vorteil liegt darin das man diese Häuser auf engeren Raum platzieren kann und so mehr Familien unterbringen kann. Vor allem am Anfang einer Runde kann das von Vorteil sein, da die Laufwege um Material zu diesen zu bringen kürzer sind. Denn während ein Haus gebaut wird, wird das nächste Haus vorbereitet und Material wird bereitgestellt. Damit können die Arbeiter bereits mit dem Grundgerüst anfangen, wenn das letzte Haus gebaut ist. In dieser Runde wurde es zum Beispiel sehr knapp mit den Häusern und das letzte wurde erst Ende November fertig, da der Holzfäller relativ weit weg vom Start platziert ist.