Hallo Freunde,
ich dachte mir, ich schreibe einmal über das Thema, dass dafür verantwortlich ist, dass ich Montags nicht zum Meetup kann. Nein es ist keine Montagsdemo. Wie ein paar Wissen bin ich Kommunalpolitisch aktiv und ich muss sagen, ich mag die Kommunalpolitik. Es ist eine Ebene auf der man mit jedem zusammenarbeitet, wenn eine Zusammenarbeit möglich ist. Parteigrenzen gibt es eigentlich nicht, außer bei Parteien am linken und rechten Rand, die aber auch keine effektive Arbeit machen, sondern vor allem rumstänkern und heiße Luft verblasen. Ansonsten kann man gut zusammenarbeiten. Es gibt zwar immer Probleme, aber die Grenzen sind nicht Parteiengrenzen, sondern oft einfach persönliche Grenzen. Und wenn man dann noch in dem schönen Bereich Verkehrspolitik ist, dann macht es besonders viel Spaß. Als Verkehrspolitiker in einer Großstadt macht man sich sehr oft unbeliebt. Denn am Ende vom Tag ist es die Aufgabe sich zu überlegen wie man die Infrastruktur ermöglicht, auf der alles andere aufbaut und dadurch hat man Überschneidungen mit allem anderen. Sei es die Wirtschaftspolitik, die Bildungspolitik, Wohnungsbau oder auch Sozialpolitik. Wir müssen uns alle im öffentlichen Raum bewegen und wie das geschieht, ist Teil unseres Jobs.
Und um einen Einblick in diese Welt zu bieten, gibt es diese Reihe. Für den Anfang will ich einmal ein paar Grundlagen anschneiden.
Formen von Mobilität
Zuerst geht es um die Formen der Mobilität. Es gibt:
- Individualverkehr
- Öffentlicher Personenverkehr(ÖPNV)
- Güterverkehr
Und dann wird noch nach der Entfernung unterschiedenen in den Nahverkehr und den Fernverkehr. Wobei der Fernverkehr alles ab 50km Reichweite oder einer Stunde Reisezeit umfasst. Im Fernverkehr sind eigentlich nur noch Züge, Busse und der PKW im Personenverkehr relevant. Flugzeuge und den Güterverkehr werde ich an dieser Stelle einmal auslassen, da hier nicht mein Fachgebiet ist. Ich beschäftige mich primär mit kommunaler Verkehrspolitik. Wir beschäftigen uns primär mit Mobilität im Personenverkehr, im lokalen Güterverkehr, z.b. bei Anlieferung für Geschäfte und Industrie und dem Dienstleistungsverkehr, der immer relevanter wird.
Stadt vs. Land
Dieses Thema ist wahrscheinlich einen eigenen Post wert, aber man muss stark unterscheiden zwischen Stadt und Land. Ich arbeite in einer Stadt, von daher ist hier mein Schwerpunt. Ich werde bei meinen Aussagen in der Regel den Verkehr in der Stadt meinen, wenn der Verkehr auf dem Land gemeint ist, wird dieser extra erwähnt.
Wo die Schwerpunkte hier liegen?
In der Politik geht vieles um Ideologie, deshalb muss ich hier einmal eines klarstellen. In der Kommunalpolitik und vor allem in der Verkehrspolitik ist dafür nicht viel Platz. Es geht darum den öffentlichen Raum so zu nutzen, dass man möglichst vielen Personen eine Teilhabe an der Gesellschaft zu ermöglichen, der Wirtschaft eine Grundlage für ihre Arbeit zu bieten und nebenbei daran nicht Pleite zu gehen. Es gibt zwar immer wieder Träumer, die von einem kostenlosen ÖPNV träumen, der Rund um die Uhr fährt, aber daran geht die Stadt pleite. Und andere träumen von der für das Auto optimierten Stadt. Aber das scheitert an der Lebensrealität, Straßen und Parkplätze sind nicht im notwendigen Umfang realisierbar. Zumindest nicht in den Städten. Am Ende des Tages kommt es nur darauf an, dass ein Projekt sich Volkswirtschaftlich trägt und vor Ort umsetzbar ist.
Ich glaube das reicht auch für den ersten Post. Im nächsten werde ich einmal erklären wie man die Kosten und den Ertrag eines Projekts im Verkehr feststellt.