Hallo Freunde,
habt ihr euch einmal gefragt, warum die Dieselpreise aktuell so stark steigen und die Bezin Preise doch noch relativ konstant bleiben? Ich habe die letzten Tage einmal mit unserem Fuhrparkmanager geredet, der genau solche Themen auf dem Schirm hat und habe dabei ein paar Interessante Sachen erfahren.
Diesel und Beznin werden aus dem gleichen Grundstoff hergestellt, wobei bei der Herstellung zu unterschiedlichen Zeitpunkten sich verschiedene Endprodukte vom Grundstoff ablösen. Man kann zwar durch verschiedene Verfahren die Verteilung des Endprodukts bis zu einem gewissen Punkt anpassen. So kann man in Grenzen die Produktion an den Verbrauch anpassen, aber eben nicht komplett. Das Problem ist jetzt aber, dass wir in Europa einen hohen Dieselverbrauch im Gewerblichen Bereich haben und auf Langstrecken, im Privaten Bereich eher viele Benziner. Dadurch das aber inzwischen im Privaten Bereich auch immer mehr Elektroautos zunehmen, sinkt auch hier der Verbrauch, während die Zahl der LKWs zugenommen hat.
Dadurch steigt der Verbrauch an Diesel schneller als der Verbrauch des Bezins und so dumm es klingt, Privatpersonen schränken sich eher ein, als es für gewerbliche Kunden möglich ist. Ich sehe es in meinen Umfeld, viele Kollegen fahren auf einmal mit den Öffentlichen oder dem Fahrrad, die sonst die paar Kilometer mit dem Auto gefahren sind. Und das zieht sich durch viele Bereiche. Gewerbliche Nutzer können schlecht sagen, heute fahren sie die Lebensmittel zum Rewe nicht per LKW, sondern per Lastenrad. Und so bleibt hier der Verbrauch weitestgehend Konstant. Dadurch ist der Druck in diesem Verbrauchssegment höher als bei Benzinern und die Preise steigen mehr an.
Lustig ist, dass in den USA der Benzinverbrauch höher ist als der Dieselverbrauch. Wir könnten den Punkt erreichen, an dem wir einen Benzinüberschuss haben und die USA einen Dieselüberschuss. Mal schauen ob das eine Rolle spielen kann.
Also in dem Sinne, gehabt euch wohl.