Liebe CO2-Ausatmende,
mittlerweile behauptet (gefühltermassen) fast jede zweite Firma, irgendwo einen Baum zu pflanzen für jede Buchung, jeden Verkauf oder als Ausgleich, um CO2-neutral zu produzieren.
Die CO2-Religion zieht, wenn es erhofften wirtschaftlichen Interessen dient und wird auch gar nicht mehr hinterfragt, denn was gibt es Besseres, als Bäume zu pflanzen? Welcher Kunde fühlt sich da nicht gleich moralisch aufgewertet, auch wenn er dabei Produkte kauft, die er gar nicht braucht. So funktioniert Moral-Kapitalismus.
Eine aktuelle Studie vom Environmental Change Institute der Universität Oxford zeigte aber Überraschendes:
Quelle
Durch das alleinige Ziel des Kohlenstoff-Ausgleichs der CO2-Klimakrisenreligion wird der Wert natürlicher Ökosysteme massiv unterschätzt!
Die von Menschen geschaffenen Baum-Monokulturplantagen mit dem Fokus auf ertragliefernde Baumarten, oft in Gegenden, die zuvor unbewaldet waren, können bestehenden Ökosystemen sogar schaden, indem sie die Wasserflüsse verringern bzw. das Grundwasser erschöpfen und die Böden versauern. Auch die Artenvielfalt solcher Monokulturplantagen ist in keiner Weise mit einem über Jahrhunderte gewachsenen echten Wald vergleichbar.
Die Schlussfolgerung der Autoren:
Unlängst habe ich selbst einen künstlichen Wald gesehen, und obwohl der schon etliche Jahrzehnte alt war, war von Artenvielfalt nichts zu sehen. Es war ein deprimierender Anblick:
Gleichzeitig werden vor allem in Deutschland z.T. sehr alte Wälder abgeholzt, um Windkraftanlagen zu installieren, was die Diskrepanz zwischen installierter Leistung und Dauerleistung noch weiter vergrößert und den Bedarf an Kohle- oder Gaskraftwerken weiter erhöht, anstatt in Speicherkraftwerke und in Forschung zu investieren.
Dazu kommt dass es Hinweise gibt, dass die Massenanpflanzungen sogar einen gegenteiligen Effekt auf die CO2-Emmissionen haben, denn die Rate an Waldbränden steigt, je mehr auf unkontrollierte Weise angepflanzt wird! Der CO2-Ablasshandel ist ja völlig unkontrolliert und kein Mensch kontrolliert, wie sich Neupflanzungen auf die Waldbrandgefahr auswirken.
Ein Ökosystem nur auf eine einzige Variable, das CO2, zu reduzieren, ist kompletter Wahnsinn!
Stoppt das sinnlosee Anpflanzen neuer Monokulturen und helft lieber mit, bestehende Ökosysteme zu erhalten! Das wäre für das Klima langfristig viel besser!
Aber dazu müsste erst einmal das so etablierte wie dumme "CO2-runter und alles wird gut"-Narrativ fallen.
Wenn ich wieder sehe, wie mir eine Firma verkaufen will, was sie nicht alles "fürs Klima" macht, dann kann sie mich mal.
Quellen:
https://www.cell.com/trends/ecology-evolution/fulltext/S0169-5347(23)00223-9?_returnURL=https%3A%2F%2Flinkinghub.elsevier.com%2Fretrieve%2Fpii%2FS0169534723002239%3Fshowall%3Dtrue
https://journalistenwatch.com/2023/10/09/naechste-klimaretterpleite-neu-gepflanzte-waelder-bringen-mehr-schaden-als-nutzen/
https://www.scientificamerican.com/article/forest-preservation-tree-planting-could-actually-worsen-climate-change/