Liebe Leser,
am Wochenende hat es uns ans Hochkar verschlagen. Knapp 2 Stunden mit dem Auto von Wien entfernt, ist das Hochkar ein Teil der Göstlinger Alpen, an der niederösterreichisch-steirischen Grenze. Es gibt durchaus renommiertere Schigebiete, aber für unsere Zwecke war es angemessen.
Ich bin ja kein aktiver Schifahrer (mehr), ich sehe in solchen Landschaften nicht einen Gewinn für den Tourismus, sondern vor allem eine Zerstörung von über Jahrtausende gewachsene Naturlandschaften zwecks Profitgier. Im Sommer sind das öde Wiesen statt üppige Wälder. Der rote Klotz im Hintergrund ist das Hotel JUFA Hochkar - vermeidet unter allen Umständen, dort zu Abend zu essen!
Das Wetter (vor allem am Samstag) war traumhaft schön. Die Pisten waren 1a präperiert und recht unterhaltsam (so hörte ich es zumindest), die meisten von der roten und blauen Sorte. Schnee gab es genug, obwohl es stark taute. Und trotz des Wochenendes war der Rummel an Vergnügungssüchtigen (auf einem oder 2 Brettern) überschaubar.
Die Pistenraupen waren vor allem in der Nacht im Einsatz, vermutlich um tagsüber das Risiko stimmungstrübender Kollisionen mit Schifahrern zu minimieren. Denn Pistenraupen sind schlecht steuerbar und Schifahrer manchmal schnell und unvorsichtig.
Leider gab es keinerlei Möglichkeit zu wandern. Das war nämlich der ursprüngliche Plan - den Nachwuchs schifahren zu lassen und selbst zu Fuß die Umgebung wandernd zu erkunden. Das Gelände war recht steil und es lag vor Ort ca. 1m Schnee. Wege ware keine geräumt, alles war auf den Schizirkus ausgerichtet.
Ich hatte versucht, querfeldein durch den Schnee zu stapfen (ohne Schneeschuhe), aber nachdem ich ein paar Mal bis zu den Knien eingesunken bin, habe ich es bleiben lassen...
...und machte dafür die zu Schipisten umfunktionierten Wege unsicher 😃.
Auf ca. 1500m Seehöhe gab es schon erste Latschenkiefern.
Weiter oben, von der Bergstation der Hochkarbahn (auf ca. 1800m Seehöhe), hat man einen herrlichen Blick nach Süden auf die Bergwelt der Steiermark.
Zurück im Tal sahen wir diesen Porsche Cayenne mit ukrainischem Kennzeichen. Vermutlich arme Flüchtlinge, die ihren Hausrat in der Thule-Dachbox untergebracht haben und in ihrer Verzweiflung bis hier raufgekommen sind, um in einem der Drei- oder Viersternhotels eine notdürftige Bleibe zu suchen.
Ein Rettungshubschrauber im Landeanflug, um einen Verletzten(?) zu bergen.
Freunde der volkstümlichen Musik wurden durch eine Livedarbietung dieser 3 Künstler "verwöhnt". Alle anderen konnten das Areal großräumig vermeiden. In der Talstation war die Auswahl groß zwischen mehreren Verköstigungsbetrieben.
Das Blech lag im Schnee, der MusikerLederbehoste hatte stattdessen zur E-Gitarre gegriffen 😄
Und das war es auch schon wieder. Gibt es eigentlich begeisterte Schifahrer hier auf Hive?
Übrigens, heute hat Hive seinen 3. Geburtstag, oder eher "Forktag"!

made by , Quelle
Zeit für alle Hive-Jungspunde und Junggebliebene, sich die interessante Geschichte der Entstehung von Hive in Erinnerung zu rufen, auch wenn sie sich wie hier als schauriges Märchen darbietet. Aber genau so hatte es sich zugetragen...