Liebe Hivegemeinde,
Liebe Freiheitsfreunde,
Liebe Freiheitsfeinde,
es tobt der Informationskrieg.
Nicht erst seit Corona, sondern wahrscheinlich schon seit es die Menschheit gibt.
Das Drehbuch ist immer das selbe.
Die eine Seite (die Guten) unterstützt im Land der Bösen Dinge, die sie zu Hause niemals dulden würde und greift dazu auf willige Gehilfen zurück, die fähig sind, genug “nützliche Idioten” um sich zu scharren.
Man nimmt dafür ordentlich Geld in die Hand und die unterstützten Gruppen revanchieren sich, indem sie über die Sauereien ihrer Unterstützer den Mantel des Schweigens ausbreiten.
Die andere Seite (natürlich auch die Guten) macht es im Prinzip genau so.
Der Ostblock unterstütze die Friedens- und Antiatomkraftbewegung im Westen.
Die demonstrierte dann natürlich nur gegen westliche Atomkraftwerke und amerikanische Pershing II Raketen, über die russischen Atomkraftwerke und über die SS 20 Raketen schwieg man.
Im Kampf für Freiheit und Demokratie unterstützte der Westen brutale Diktatoren, lieferte Waffen und Geld für die schweizer Bankkonten oder führte gleich brutale Kriege an der Seite der Diktatoren.
Alles was man als Diktator tun musste, war zu sagen man sei kein Kommunist und schon floß das Geld.
Der Ostblock machte es natürlich genau so.
Man musste als Diktator nur sagen, man sei Kommunist.
Selbstverständlich wurden im Sinne der Wahrheitsfindung auf beiden Seiten auch Journalisten gefördert.
So berichtet der ehemalige Chef des linken Magazins Konkret Klaus Rainer Röhl in seinen Büchern, wie er regelmäßig nach Ostberlin fuhr, um sich Geld und Anweisungen von den Genossen abzuholen.
Andere Journalisten berichteten von ähnlichen Vorgängen im Westen.
Das Ergebnis war immer das selbe.
Auf der einen Seite hieß es die Amis sind böse, auf der anderen Seite hieß es die Russen sind böse.
Das musste auch so sein, sonst wäre womöglich das Volk auf die Idee gekommen, dass die da oben die Bösen sind.
Ich bin ja genau am Eisernen Vorhang an der Grenze zur CSSR aufgewachsen.
Bei uns waren also die Russen die bösen.
Wer klug war betätigte sich gleich als Doppelagent, so konnte man zwei Mal abkassieren.
Auch im Corona-Informationskrieg setzt man auf altbewährte Strategien.
Während Russia Today viel darüber berichtet, wie die Grundrechte in Deutschland im Kampf gegen Corona eingeschränkt werden, hält man sich über die ähnlich strengen Maßnahmen in Russland bedeckt.
Die Regierungsseite im Westen präsentiert nur ihre Experten, die Gegenbewegung macht es genau so.
Was wir aber bei den Russen gefällt ist, dass sie nicht ständig alles neu, besser und schöner machen müssen.
Funktionalität statt Schönheit war ja im Sozialismus immer die Devise.
Es musste kein Ferrari sein, sondern der Lada tat es auch.
Plattenbau statt Glaspalast.
Und die AK 47 war zwar nicht schön, aber sie funktionierte.
Auch heute greifen die Russen gerne auf Altbewährtes zurück.
Im Informationskrieg setzt Russia Today nicht (nur) auf junge, gut aussehende Mittzwanziger, sondern auf Leute mit Erfahrung.
Leute wie Rainer Rupp.
Ja genau der Rainer Rupp.
Die älteren können sich vielleicht noch an in erinnern.
Unter dem Decknamen Topas Top-Spion der DDR, der direkt aus dem NATO-Hauptquartier in Brüssel berichtete.
Ein Mann, der durch seine Tätigkeit im Jahr 1983 wahrscheinlich den Atomkrieg verhindert hat.
Wofür ich ihm bis heute dankbar bin. Schließlich war ich damals ja auch schon auf der Welt.
Mehr dazu hier
Seine Artikel finden sich hier.
Ganz aktuell nimmt er natürlich auch zu Bill Gates Stellung.
Wer keine Lust oder Zeit hat es zu lesen, Bill Gates ist aus der Sicht Rainer Rupps natürlich böse.
Also, es muss sich immer die Blondine sein, die über die Wahrheit berichtet.
Es müssen auch nicht immer gleich acht Milliarden an Demokratieabgabe in die Hand genommen werden.
Gerade in der jetzigen Zeit, wo alle den Gürtel enger schnallen müssen, sollte sich der Westen ein Beispiel an den sparsamen Russen nehmen und den Senioren eine Chance geben.
Stephan Haller