VonRedakteur: Dipl.-Journ. Hubert Müller
AUG 3, 2023Bitte teilen:FacebookTwitterTelegramTeilen
Anscheinend ist der chilenisch-amerikanische Blogger Gonzalo Lira, der wegen seiner kritischen Berichte zum Kriegsgeschehen in der Ukraine vom ukrainischen Geheimdienst SBU verhaftet worden war, auf der Flucht festgenommen worden. Zudem hatte ihn der SBU nach seinen Angaben im Gefängnis durch Mitgefangene foltern lassen und 100.000 Dollar von ihm erpresst.
Sein letztes Video postete er am frühen Dienstagmorgen. Er wollte den Grenzübertritt nach Ungarn versuchen, wo er politisches Asyl beantragen wollte.
Seine letzte Twitter-Nachricht lautete: „Wenn Ihr in den nächsten zwölf Stunden nichts von mir hört, dann bin ich auf dem Weg in ein Arbeitslager! Wünscht mir Glück.“
In seinem letzten Video (siehe oben) befürchtete er auch, sogar getötet zu werden, wenn ihm die Flucht nicht gelingt. Er sagte:
„Es gibt dieses Sprichwort, ich weiß nicht mehr den genauen Wortlaut, Sie können sich vorstellen, wie stark ich unter Stress stehe. Es gibt dieses Sprichwort: Menschen sind grundsätzlich gut, aber damit das Böse triumphieren kann, braucht es nur die Gleichgültigkeit guter Menschen. Bitten seien Sie nicht gleichgültig bezüglich meines Schicksals. Ich bitte sie in aller Bescheidenheit, seien Sie sich bewusst, dass es meinen wortwörtlichen Tod bedeutet.“
In einem Twitter-Faden von 25 Nachrichten vom 31. Juli berichtet er von der Folter im Gefängnis und warum er während seiner Freilassung auf Kaution entschied zu fliehen:
Anscheinend hat es der chilenisch-amerikanische Blogger @GonzolaLira1968, der wegen seiner Berichte zum Kriegsgeschehen in der Ukraine vom ukrainischen Geheimdienst #SBU verhaftet worden war, nicht geschafft. Zudem hat der SBU ihn nach seiner Aussage gefoltert und bestohlen. https://t.co/JVR36wacPO
— TRUTHNEWS.DE (@TruthNews_de) August 2, 2023
Obwohl Lira US-Staatsbürger ist, scheint sich die amerikanische Botschaft nicht für den Fall zu interessieren. Immerhin hat die chilenische Botschaft nach Liras Angaben drei Mal im Gefängnis angerufen, aber mehr auch nicht. Wenn dagegen Russland einen US-Bürger einsperren (und foltern) würde, weil er Putin-kritische Youtube-Videos gemacht hat, würde sich Biden persönlich einschalten.
Bild oben: Gonzalo Lira in seinem letzten Youtube-Video vor der Grenzüberquerung
Originalartikel: https://truthnews.de/ukraine-blogger-gonzalo-lira-offenbar-vor-fluchtversuch-gefoltert/