Dein Text hat mich innehalten lassen. Beim Lesen habe ich mich weniger gefragt, ob jemand die Reports liest, sondern was in einem vorgehen muss, damit das absichtliche Einbauen von Fehlern zu einer Art Antwort auf den Alltag wird.
Ist es ein Test? Ein stiller Protest? Oder vielleicht der Wunsch, endlich gesehen zu werden?
Und was sagt es über unsere Arbeits- und Kommunikationskultur aus, wenn Sorgfalt kaum noch wahrgenommen wird?
Auch bei der Frage nach Text und Bild bleibe ich hängen. Macht die Kürze uns wirklich „dümmer“ - oder sind wir eher müde, überreizt und ständig gezwungen zu filtern? Vielleicht ist es weniger ein Mangel an Fähigkeit zur Tiefe als ein Mangel an Raum dafür.
Mich interessiert, ob absichtliche Fehler am Ende wirklich entlarven, was wir zu entlarven hoffen, oder ob sie nur ein Spiegelbild dessen sind, wie wenig Vertrauen wir in Aufmerksamkeit haben.
Danke für den Text. Er stellt mehr Fragen, als er beantwortet und genau darin liegt sein Wert.
RE: Prüfen