Ganz an den Anfang drängt sich das »Hallo, Rita«, auf welches bei Begrüßungen liebend gerne zurückgegriffen wird. Erst danach wendet sich der Kommentator dem „Eingemachten“ zu, das sich in diesem Fall als Erlebnisbericht mit beigepacktem „Lappen“ entpuppt.
Eigentlich eher ungewöhnlich in der heutigen Zeit noch solche Beiträge in Printmedien vorzufinden – was allerdings nicht bedeuten sollte, dass der Unterhaltungswert nicht greifbar wäre. 😉
Ich kann das Geschilderte sogar hautnah nachvollziehen, da selbst Noch-Besitzer eines grauen Lappens, ich mich ebenfalls vor ein paar Monaten um einen reibungslosen Umtausch bemühte. Lediglich unter anderen Vorzeichen.
Ich reihte mich nämlich in eine von Menschen gebildete Schlange ein, die sich vor einer Tür in einem kroatischen Bürokomplex gebildet hatte. Endlich mit Sichtkontakt zur Sachbearbeiterin trug ich brav mein Anliegen vor.
Den Blick, den ich daraufhin in Empfang nehmen durfte, schien mir mit reichlich Mitleid bestückt. Der verbale Zusatz hörte sich wie folgt an:
»Hören Sie zu. Bei uns ist ein Führerschein ein Führerschein - und der (solange nicht von uns eingezogen) ist dann auch gültig. Was die Deutschen beschließen, das ist deren Sache. Aus Brüssel gibt es jedenfalls keine Anweisungen. Der ganze Rest sind persönliche Sonderwünsche, die wir auch erfüllen. Aber die kosten Geld.«
Hätte ich mit dem alten Führerschein auch meine in die Jahre gekommene Schrottkiste umtauschen können, ich hätte mich wohl zur kostenintensiven Variante entschieden.
Da an dieser Stelle der Konjunktiv zum Einsatz kommt, brauche ich dir meine Entscheidung nicht näher zu erläutern.😊
RE: Kostprobe aus meinen Artikeln