Innerhalb einer Erzählung verschiedene Stränge so miteinander zu verweben, dass am Ende die „Moral von der Geschichte“ (manchmal auch Quintessenz genannt) steht, die in deiner konzeptionellen Vorbereitung sicher schon feste Strukturen aufweist, ist kein leichtes Unterfangen. Du hast dich dafür entschieden, den Erzählfluss bei jedem Ortswechsel durch eine Zwischenüberschrift zu unterbrechen. Das ist zwar machbar (wie dein Konzept zeigt), aber nicht unbedingt förderlich für das Eintauchen des Lesers in die Erzählung als Ganzes. Fließende Übergänge zu schaffen, scheint hier die Herausforderung zu sein: Ausschließlich meinen Lesegewohnheiten folgend, berücksichtige ich bei wissenschaftlichen oder politischen Dokumentationen die vom Autor angebotenen Fußnoten oder (wie hier praktiziert) die eingefügten Links. Beim Genuss von Belletristik ignoriere ich solche „Beigaben“ und frage mich nur, warum der Autor nicht versucht, mir die Hintergründe zu erklären?
Was du zudem in deinen Fokus einbeziehen solltest – deine Protagonisten dem Leser besser vorzustellen. Kleine Details lassen das Bild, das man sich von der betreffenden Person macht, oft in einem ganz anderen Licht erscheinen.
… nur meine Meinung. 😉
RE: Die Jobbörse - Ein Kurzroman von Achim Mertens