Den Kontrollstaat würde ich vorerst mal hinten anstellen. Der Verkauf von persönlichen Daten seitens Telekommunikationsunternehmen, Versicherungen, Krankenkassen und ähnlichen Anlaufstellen im täglichen Leben ist seit Jahrzehnten gängige Praxis. Was haben wir dagegen unternommen? Nichts. Vielleicht außer dem zaghaften Protest aus dem spitzen Winkel heraus und der Aufforderung an den Staat, dagegen vorzugehen. Ergebnis: reden wir nicht drüber.
Nicht der Staat installiert den Großteil der Überwachungsapparate in der Öffentlichkeit. Es sind die Geschäftsbetreiber, die wohl sehen wollen, weshalb ihr Laden so selten frequentiert wird, das eigene Personal unter Beobachtung halten und gleichzeitig der besorgten Bevölkerung die Seele balsamieren, die schon länger fordert, dass gegen die eskalierende Gewalt seitens derer, die man ohnehin hier nicht braucht, nur Überwachung hilft. Gleichzeitig läuft die Mehrheit in der Weltgeschichte rum, ist jederzeit zu orten und findet das auch noch große Klasse. Nur sich selbst überwachen lassen, das will man mit Sicherheit nicht. Schon gar nicht vom Staat! Ausnahmen gelten für den gesamten Rest, der stets so freundlich ist, einen erhobenen Daumen zu schicken.
RE: monitored. überwacht