Super Vortrag - bin dankbar den noch erleben zu dürfen :) !
Ab 8min ist sehr interessant ;) ^^(oh man welch Ironie!)
oder auch ab 17min:
Das bisherige Denken nämlich
bedenkt gar nicht
das und inwiefern das zu Denkende sich dabei gleichwohl entzieht.Doch wovon reden wir?
Ist das Gesagte nicht eine einzige Kette leerer Behauptung?
Wo bleiben die Beweise?
Hat das Vorgebrachte noch das geringste mit Wissenschaft zu tun?
Es wird gut sein wenn wir möglichst lange in solcher Abwehrhaltung zu dem Gesagten ausharren.Denn so allein halten wir uns in dem nötigen Abstand
für einen Anlauf aus dem her vielleicht dem Einen oder Anderen
der Sprung in das Denken des Bedenklichsten gelingt.Es ist nämlich wahr
das bisher Gesagte und die ganze folgende Erörterung
hat nichts mit Wissenschaft zu tun
und zwar gerade dann, wenn die Erörterung ein Denken bedürft.Der Grund dieses Sachverhaltes liegt darin, dass die Wissenschaft nicht denkt.
Sie denkt nicht, weil sie nach der Art ihres Vorgehens und ihrer Hilfsmittel niemals denken kann.
Denken nämlich nach der Weise der Denker.
Dass die Wissenschaft nicht denken kann ist kein Mangel.
Sondern ein Vorzug. Er allein sichert ihr die Möglichkeit sich nach der Art der Forschung auf ein jeweiliges Gegenstandsgebiet einzulassen um sich darin anzusiedeln.Die Wissenschaft denkt nicht.
Das ist für das gewöhnliche Vorstellen ein anstößiger Satz.
Lassen wir dem Satz seinen anstößigen Charakter.
Auch dann wenn ihm der Nachsatz folgt, die Wissenschaft sei wie jedes Tun & Lassen des Menschen auf das Denken angewiesen.
Allein die Beziehung der Wissenschaft zum Denken ist nur dann eine echte und fruchtbare wenn die Kluft die zwischen den Wissenschaften und dem Denken besteht sichtbar geworden ist und zwar als eine unüberbrückbare.
Es gibt von den Wissenschaften her zum Denken keine Brücke, sondern nur den Sprung.
Wohin er uns bringt, dort ist nicht nur die andere Seite, sondern eine völlig andere Ortschaft.
Was mit ihr offen wird, lässt sich niemals beweisen.
Wenn Beweisen heißt: Sätze über einen Sachverhalt aus geeigneten Voraussetzungen durch Schlussketten herleiten.Wer das, was nur offenkundig wird insofern es von sich her erscheint indem es sich zugleich verbirgt, wer solches noch beweisen und bewiesen haben will, urteilt keineswegs nach einem höheren und strengeren Maßstab des Wissens.
Er rechnet lediglich und zwar mit einem Ungemäßen.
Denn was sich nur so kundgibt, dass es in sich verbergend erscheint, dem entsprechen wir auch nur dadurch, dass wir darauf hinweisen und hierbei uns selber anweisen: das was sich zeigt in die ihm eigene Unverborgenheit erscheinen zu lassen.Dieses einfache Weisen ist ein Grundzug des Denkens.
Der Weg zu dem was den Menschen einsther und einsthin zu Denken gibt.Beweisen, das heißt: aus geeigneten Voraussetzungen ableiten - lässt sich alles.
Aber Weisen, durch ein Hinweisen, zur Ankunft freigeben lässt sich nur Weniges.
und dieses Wenige überdies noch selten.Das Bedenklichste zeigt sich in unserer bedenklichen Zeit daran, dass wir noch nicht denken.
Wir denken noch nicht weil das zu Denkende sich vom Menschen abwendet und keineswegs nur deshalb weil der Mensch sich dem zu Denkendem nicht hinreichend zuwendet.
Das zu Denkende wendet sich vom Menschen ab.
Es entzieht sich ihm - indem es sich ihm vorenthält.
(Wunderschön! - und die Menschen geben sich damit zufrieden, haken/ schauen nicht umso stärker nach, sondern drehen sich einfach weg, als wäre die "Sache" ein für alle mal erledigt - lol)
Das Vorenthaltene aber ist uns stets schon vorgehalten.
Was sich nach der Art des Vorenthalts entzieht, verschwindet nicht.Doch wie können wir von dem, was sich auf solche Weise entzieht, überhaupt das Geringste wissen?
Wie kommen wir darauf es auch nur zu nennen?
Was sich entzieht, versagt die Ankunft.
Allein das sich Entziehen ist nicht nichts.
Entzug ist hier Vorenthalt und ist als solcher Ereignis.Was sich entzieht kann den Menschen wesentlicher angehen und inniger in den Anspruch nehmen als jegliches Anwesende das ihn trifft und betrifft.
Es bleibt spannend.. :)
Es lebe das Leben :) (der Aether :P)
