Im Freimaurer-Wikipedia findet man unter dem Begriff „Weltfrieden“ folgendes:
Seit 1907 hat eine Reihe von internationalen Freimaurerzusammenkünften stattgefunden, deren Teilnehmer für den Weltfrieden und die Weltbrüderlichkeit, besonders aber für die Verständigung zwischen Deutschland und Frankreich, manifestierten. … Im Dezember 1924 kamen zum erstenmal nach dem [1.] Weltkrieg Freimaurer aus Frankreich, Deutschland, Holland, Luxemburg und der Schweiz in Luxemburg zusammen, um die Versöhnung wieder anzubahnen. Von dem Komitee wurde beschlossen, die Manifestationen wieder aufleben zu lassen, „neuerdings Brücken zu schlagen vom Menschen zum Menschen, von den immer zahlreicheren Brüdern zur zunehmenden Bruderschaft die Bande gleicher Gesinnung, gleichen Strebens zu spannen, damit eine Zeit vernichtenden Hasses, unmenschlichster Gewalt abgelöst werde durch eine Zeit hochgesinnten Aufbaus voll menschlicher Solidarität“
https://www.freimaurer-wiki.de/index.php/Freimaurerische_Manifestationen
Danach gab es den 2. Weltkrieg.. bzw die Fortsetzung.. und nun eben die Moderne..
Die Idee einer Liga der Nationen, wie sie im Völkerbund ihren Ausdruck gefunden hat, wurde bereits mitten im Weltkrieg von Freimaurern propagiert. Der Kongreß von Vertretern von Entente- und neutralen Großlogen, der vom 28. bis 30. Juni 1917 in Paris stattfand, erörterte diesen Gedanken auf das gründlichste. Er wurde vom damaligen französischen Deputierten André Lebey Mitglied des Ordenerates des Großorients von Frankreich, als Referent des Kongresses vertreten. Im Augenblick, da das Eingreifen der amerikanischen Truppen in den Krieg diesem für die Alliierten ein ganz anderes Gesicht gegeben hatte, erklärte Lebey, auf die Dauer könne nur ein Bündnis Deutschland-Frankreich-England im Verein mit durchgreifender Abrüstung eine Gewähr für den Weltfrieden sein, der ja auch die Konsequenz des freimaurerischen Wollens darstelle. Es müsse ein Völkerbund geschaffen werden, der den Krieg achten werde.
(“Der Krieg ist durch die Exzesse jener, die ihn auf die Höhe einer normalen Einrichtung gebracht haben, derart entehrt worden, das man hoffen darf, er habe eine tödliche Wunde erhalten.”).
…
Dieses Bekenntnis zur Weltfriedensidee mitten im Kriege ist später der italienischen Freimaurerei vom Faschismuß sehr übel vermerkt worden. Man hat ihr den Vorwurf gemacht, daß sie durch ihre Mitwirkung an der Pariser Tagung Italien um die Früchte des Sieges habe bringen wollen. Auch von französischer Seite mußten sich die Freimaurer den Vorwurf des Defaitismus machen lassen. Immerhin bleibt die Tatsache bemerkenswert, daß romanische Freimaurer noch lange vor gefallener Entscheidung nicht nur an den Frieden dachten, sondern ihm auch in Form eines Völkerbundes gesicherte Gestalt geben wollten.
https://www.freimaurer-wiki.de/index.php/V%C3%B6lkerbund
Also von Völkerrecht offensichtlich auch keinen Plan.. aber nen eigenen "Völkerbund" und somit "Völkerrecht" haben wollen. Bund.. Also noch ein übergreifender Verein/ Stiftung?
Der Begriff „Pazifismus“ bedeute nicht etwa Streben nach Weltfrieden, sondern „romanisches Streben nach Weltmacht“. Daher sei es gut, dass die Loge zur Einigkeit sich von internationalen Bestrebungen zurückgezogen habe. Deutsche Freimaurerei sei eine ganz besondere Lehre, die von ausländischen Freimaurern weder gepflegt noch auch verstanden werde. Daher seien Vertretungen bei ausländischen Logen riskant, weil sie dazu beitragen würden, dass „uns die Ausländer mit ihrem sehr ausgeprägten Nationalgefühl nicht verstehen.
Der faschistische und kommunistische Lenin, der alte Schwerenöter und Freimaurer (https://fsspx.at/de/news-events/news/marxismus-freimaurerei-neue-weltordnung-fatima-33592
xD die arme Kirche in der Opferrolle, warum gibt es eigentlich einen katholischen sowie kommunistischen Katechismus?
),
erließ im November 1917 sogar ein Dekret über den Frieden (https://de.wikipedia.org/wiki/Dekret_%C3%BCber_den_Frieden),
wo er nicht offen, aber praktisch zur Weltrevolution mit dem trügerisch klingendem Täuschungsziel des „Weltfriedens“ aufrief!
Seit 1945 verankerte die Charta der Vereinten Nationen den Erhalt bzw. die Schaffung des Weltfriedens als das Ziel aller Politik, auf das die Mitglieder der UNO sich verpflichtet haben. Historisch gesehen gab es kaum jemals eine Zeit ohne Kriege, so dass es sehr zweifelhaft erscheint, ob und mit welchen Mitteln weltweit ein dauerhafter Friede geschaffen werden kann.
Als wesentliche Voraussetzungen dafür gelten:
- die universale Anerkennung und der wirksame Schutz der Menschenrechte,
- die Anerkennung gemeinsamer Grundregeln des außen- und innenpolitischen Handelns, z. B. das Verbot jedes Angriffskrieges und das Führen eines Verteidigungskrieges nur nach Prüfung und Erlaubnis des Weltsicherheitsrates
- die durch Diplomatie, Weltorganisationen und/oder Staatenbünde moderierte Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Staaten bei weitestgehendem Gewaltverzicht,
- die Gewährleistung eines Existenzminimums für alle Menschen und annähernd gleicher Lebenschancen überall auf der Erde,
- der Aufbau einer mit den begrenzten Ressourcen der Erde in Einklang gebrachten Energiewirtschaft.
Der heute von den meisten Staaten anerkannte Rahmen zum Erreichen dieser Ziele ist die UNO.
https://de.wikipedia.org/wiki/Weltfrieden
Die gute alte hegelsche Dialektik.
Soweit - auch nach 100 Jahren sind wir nicht weiter.
Liegt wohl daran, dass die Leute nichts anderes können, als Verantwortung abzugeben und ihren tollen Rettern blind hinterher zu rennen, während diese sich mit ihren Absprachen immer mehr Einfluss und Macht sichern.
Damals waren es noch kollektivistische Themen - heutzutage gibt es einen Experten für jeden Lebensbereich. Niemand lebt oder denkt mehr selbst, sondern nur das was ihre Experten ihnen vorgeben.
Einzig zwei arme, verfluchte Wesen auf Erden gibt es, denen es nicht vergönnt ist, diesem ewigen Ruf zu folgen und so zu sein, so zu wachsen, zu leben und zu sterben, wie es ihnen der tief eingeborene eigene Sinn befiehlt. Einzig der Mensch und das von ihm gezähmte Haustier sind dazu verurteilt, nicht der Stimme des Lebens und Wachstums zu folgen, sondern irgendwelchen Gesetzen, die von Menschen aufgestellt sind und die immer von Zeit zu Zeit wieder von Menschen gebrochen und geändert werden. Und das ist nun das Sonderbarste: Jene wenigen, welche die willkürlichen Gesetze missachteten, um ihren eigenen natürlichen Gesetzen zu folgen, sie sind zwar meistens verurteilt und gesteinigt worden, nachher aber wurden sie, gerade sie, für immer als Helden und Befreier verehrt. Dieselbe Menschheit, die den Gehorsam gegen ihre willkürlichen Gesetze als höchste Tugend bei den Lebenden preist und fordert, dieselbe Menschheit nimmt in ihr ewiges Pantheon gerade jene auf, die jener Forderung Trotz boten und lieber ihr Leben ließen als ihrem eigenem Sinn untreu wurden. Das Tragische, jenes wunderbar hohe mystisch-heilige Wort, das so voll von Schauern aus einer mythischen Menschheitsjugend her ist und das jeder Berichterstatter täglich so namenlos missbraucht, das Tragische bedeutet ja gar nichts anderes als das Schicksal des Helden, der daran zugrunde geht, dass er entgegen den hergebrachten Gesetzen dem eigenen Sterne folgt. Dadurch und einzig dadurch eröffnet sich der Menschheit immer wieder die Erkenntnis vom eigenen Sinn. Denn der tragische Held, der Eigensinnige, zeigt den Millionen der Gewöhnlichen, der Feiglinge, immer wieder, dass der Ungehorsam gegen Menschensatzen keine rohe Willkür sei, sondern Treue gegen ein viel höheres, heiligeres Gesetz.
Anders ausgedrückt: Der menschliche Herdensinn fordert von jederman vor allem Anpassung und Unterordnung. Seine höchsten Ehren aber reserviert er keineswegs den Duldsamen, Feigen, Fügsamen, sondern gerade den Eigensinnigen, den Helden.
~Hermann Hesse