Am Sockel des Denkmal von König Friedrich August II auf dem Dresdner Neumarkt befinden sich vier allegorische Figuren der Herrschertugenden, die hier in einer kurzen Serie vorgestellt werden sollen. Zum Artikel über das Denkmal von Ernst Julius Hähnel gehts hier entlang.
Die Herrschertugenden sind die christlich konnotierten Abwandlungen der antiken Herrschertugenden.
Frömmigkeit
Eusebeia (altgriechisch) bedeutet Frömmigkeit, es steht aber auch für „gedeihlich“, „tüchtig“ und
„rechtschaffen“. In der Antike bedeutete dies zunächst nur, dass die Person bereit und in der Lage war,alle moralischen und kultischen Gebote zu erfüllen. Später, zur Zeit Luthers, bezog sich der Begriff Frömmigkeit im Allgemeinen auf das gesamte religiöse Verhalten, welches sich aus dem Gefühl ergab,abhängig zu sein von dem, was man als Ursache der eigenen Existenz vermutete. Frömmigkeit ist
verwandt, wenn auch nicht synonym, mit Andacht, Demut, Ehrfurcht, Ehre und Pietät.
Dargestellt wird die Frömmigkeit als weibliche Figur im langen Mantel mit den Attributen Kreuz und Buch.
On the pedestal of the monument of King Friedrich August II on Dresden's Neumarkt are four allegorical figures of the ruler's virtues, which are to be presented here in a short series. For the article about the monument of Ernst Julius Hähnel click here.
The ruler virtues are the Christian connoted variations of the ancient ruler virtues.
Piety
Eusebeia (ancient Greek) means piety, but it also has other meanings. In former times, piety initially only meant that the person was willing and able to fulfill all moral and cultic commandments. Later, in Luther's time, the term piety generally referred to all religious behavior that resulted from the feeling of being dependent on what was assumed to be the cause of one's own existence. Piety is related, though not synonymous, with devotion, humility, reverence and honour.
As an allegory Piety is depicted as a female figure in a long cloak with the attributes cross and book.