Als Einsatzstelle wurde Malczyce (Maltsch) gewählt, da dort einmal eine Fähre existierte. Auf dem Luftbild sah die Stelle gut aus. Wie das in der Natur sein könnte, sollte sich bald herausstellen... Pünktlich um 13:00 Uhr ging es los, nachdem der Galaxy der Ehefrau vollgeworfen wurde. Und das sah im Endergebnis nicht gut aus. Das sollte alles ins Boot?? Egal, wird schon gehen. Gegen 15:30 Uhr kamen wir in Maltsch an. Große Überraschung: An der Zufahrt der ehemaligen Fährstelle prangte ein Verbotsschild. Gut, das kann man kurzfristig zum Ausladen ignorieren. Weit schlimmer der Zustand. Die Oder führte Niedrigwasser, keine einzige gerade Fläche am Ufer, dafür jede Menge spitze, scharfkantige Steine und Schlamm. Besser: Modder der übelsten Sorte. Westlich, unmittelbar an der ehemaligen Fährrampe, eine Spundwand mit landseitiger Betonfläche. Darauf fanden sich nach und nach Bewohner ein um zu sehen, was der Deutsche da treibt. Der örtliche Jugend-Kajakverein trainierte auf der Oder vor der Aufbaustelle. Großes Hafenkino war also angesagt. Angesichts der desolaten Situation haben die Zuschauer auch bekommen, was sie wollten. Still vor mich hinfluchend ist es mir trotzdem gelungen, das Boot irgendwie aufzubauen und erst einmal planlos alle Ausrüstung ins Boot zu werfen. Nur schnell weg hier... Der Ehefrau Tschüß gesagt, 17:30 Uhr am km 305 abgelegt und erst einmal stromauf. Da fehlt doch was? Ach so, vergessen, die Sitzbank einzubauen. Egal, geht erst mal auch so.
Schnell alles rein und los…
Ziel war erst einmal, eine angemessene, ruhige Übernachtungsstelle zu finden und Ordnung in die Ausrüstung zu bringen. Am km 303 km gegen 18:00 Uhr tauchte nach Fahrt gegen den Strom am rechten Ufer in einer Buhne eine Sandbank auf. Gut, hier könnte es klappen. Angelandet und erst mal ausgeräumt, geordnet und umsortiert.
Und das soll alles ins Boot??
Die Spuren von Matsch und Modder.
Nach einem verspäteten Anlegebier gab es Nudeln und für den nächsten Morgen wurde das Frühstücksei vorgekocht. Mit vollem Bauch denkt es sich auch besser über den Tag nach. Der Aufbau ist nach problemloser Anfahrt eher suboptimal gelaufen. Es kann nur besser werden.
Es wurde schnell dunkel am Fluss. Und feucht. Aber es blieb bei den 14°C, was auch den Mücken gefiel. Gegen 22:00 Uhr ging es in den Schlafsack.