Kirchlich gehörten Neuhaus und der ältere Stadtteil Schmalenbuche ursprünglich zur Pfarrei Oberweißbach. 1668 bis 1673 ließ Graf Albert Anton von Schwarzburg-Rudolstadt in der Nähe des heutigen Marktplatzes ein Jagdhaus errichten. Dabei wurde auch in Verlängerung des linken Seitenflügels eine kleine Barockkirche aus Holz errichtet, die am 20. September 1673 eingeweiht wurde. Auf gräfliche Anordnung entstand 1683 die selbstständige Pfarrei Neuhaus, zu der auch Schmalenbuche und Lichte gehörten. Bis 1765 war die Pfarrei von 89 auf etwa 400 Gemeindemitglieder gewachsen. Eine Erweiterung der Kirche mit neuer Orgel und Glocke folgte. Trotz ständiger Reparaturarbeiten verschlechterte sich im 19. Jahrhundert der Bauzustand der Kirche – nur das Dach war verschiefert – stetig und führte 1889 zur Umsetzung eines Neubaus. Die Planung der neugotischen Holzkirche oblag dem Rudolstädter Baurat und Architekten Rudolph Brecht. Das Gotteshaus entstand 1891/92 unterhalb der alten Kirche und wurde am 28. August 1892 eingeweiht. 1894 wurde die alte Kirche abgerissen. Der Einbau einer Kohleheizung erfolgte 1934. Größere Instandsetzungsmaßnahmen wurden 1982, 1994 und 2006 durchgeführt.
Die nach Nordosten ausgerichtete Holzkirche steht auf einem Natursteinsockel an einem Hang unterhalb des Marktplatzes. Die neugotische Saalkirche ist schieferverkleidet und hat einen eingezogenen, gerade geschlossenen Chor mit seitlichen Anbauten, die zum einen die Sakristei beherbergen und zum anderen in der ehemaligen Taufkapelle Gedenkplatten beider Weltkriege. Der gegenüberstehende Kirchturm mit dem Haupteingang trägt die Jahresbezeichnung 1891. Er hat ein Satteldach auf dem ein oktogonaler Dachreiter sitzt und wird von seitlichen Anbauten flankiert. Die zweifarbige Verschieferung und zweigeschossige Zwillingsfenster, oben mit Spitzbögen gestaltet, gliedern die Fassade.
Der Kirchenraum mit seinen rund 350 Sitzplätzen ist vollständig holzverkleidet und hat eine dreiseitig umlaufende Empore. Ein sichtbares doppeltes Hängewerk trägt den Dachstuhl. Die geometrisch-ornamentale Glasmalerei der Fenster fertigte die Glasmalereianstalt Ferdinand Müller. Das Altarbild ist ein Öldruck der Kreuzabnahme von Peter Paul Rubens.
Ornamente von Weintrauben, Blätter und Reben beziehen sich auf das Thema des Gotteshauses, das von dem 15. Kapitel des Johannesevangeliums abgeleitet ist: „…Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und ich in ihm, der bringt viel Frucht; denn ohne mich könnt ihr nichts tun…“.
Quelle Wikipedia
Neuhaus and the older district of Schmalenbuche originally belonged to the parish of Oberweißbach. From 1668 to 1673, Count Albert Anton von Schwarzburg-Rudolstadt had a hunting lodge built near today's market square. A small wooden baroque church was also built as an extension of the left side wing and was inaugurated on September 20, 1673. The independent parish of Neuhaus, which also included narrow beech and light, was founded in 1683 by a count's order. By 1765 the parish had grown from 89 to around 400 parishioners. An expansion of the church with a new organ and bell followed. Despite constant repair work, the state of construction of the church deteriorated in the 19th century - only the roof was slated - and led to the construction of a new building in 1889. The planning of the neo-Gothic wooden church was the responsibility of the Rudolstadt building council and architect Rudolph Brecht. The church was built in 1891/92 below the old church and was inaugurated on August 28, 1892. The old church was demolished in 1894. Coal heating was installed in 1934. Major repairs were carried out in 1982, 1994 and 2006.
The wooden church, facing north-east, stands on a natural stone plinth on a slope below the market square. The neo-Gothic hall church is clad in slate and has a drawn-in, just closed choir with side extensions, which on the one hand house the sacristy and on the other hand commemorative plates of both world wars in the former baptistery. The church tower opposite with the main entrance bears the year designation 1891. It has a saddle roof on which an octagonal roof rider sits and is flanked by side extensions. The two-tone slate and two-story twin windows, designed with pointed arches at the top, structure the facade.
The church room with around 350 seats is completely wood-clad and has a three-sided gallery. A visible double suspension system supports the roof structure. The geometrical-ornamental stained glass of the windows was made by Ferdinand Müller. The altarpiece is an oil print of the Descent from the Cross by Peter Paul Rubens.
Ornaments of grapes, leaves and vines refer to the theme of the church, which is derived from the 15th chapter of the Gospel of John: "... I am the vine, you are the vines. Whoever stays in me and I in him bears much fruit; because without me you can do nothing ... ".