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Liebe Italien-Freunde!
Wie da oder dort schon erwähnt, hat es mich die letzten Tage nach Mailand verschlagen, die Hauptstadt der Lombardei und mit 1,4 Mio. Einwohnern die zweitgrößte Stadt Italiens.
Dass Milano die Fashion-Metropole schlechthin ist, bemerkt man übrigens ziemlich bald. Die Italiener verstehen es, sich schick anzuziehen. Auch ältere Einwohner sind durchwegs stilvoll bekleidet und adipöse Menschen (um das Wort fett zu vermeiden) sucht man vergeblich. Ein wohltuender Anblick, den ich vermissen werde.
Der Mailänder Dom ist der Fläche nach die drittgrößte Kirche der Welt (11700m2!), mit einer Bauzeit von ca. 500 Jahren (1383 im gotischen Stil begonnen, wurde die Fassade erst im 19. Jhd. fertiggestellt).
Hier eine andere Ansicht, am Abend aufgenommen.
Die Fassade ist mit insg. 2000 Skulpturen geschmückt!
Eines der 5 Portale
Blick vom Dach
Der Dom hat insg. 135 Türmchen, keine andere Kirche der Welt hat mehr Türme! Im Hintergrund der Eingang zur Galleria Vittorio Emanuele II.
Ich habe noch nie so viele Menschen auf dem Dach einer Kirche gesehen!
Im Hintergrund ist der achteckige Vierungsturm zu sehen, mit der goldenen, zum Himmel auffahrenden 4,16m hohen La Madonnina ("kleine Madonna") auf 108,5m Höhe. Die Statue wurde 1774 angebracht und es wurde zum lokalen Brauch, dass die Madonnina für immer der höchste Punkt von Mailand sein sollte. Inzwischen gibt es aber Bauten, die weit höher sind, z.B. der 209m hohe Allianz-Turm (fertiggestellt 2015, im vorigen Bild als der höchste Turm im Hintergrund zu sehen), doch alle tragen an der Spitze eine kleine Kopie der Madonnina!
Ab 1939 war die Madonnina mit graugrünen Tüchern verhängt worden, um den Dom und die Innenstadt nicht als bequemes Ziel für alliierte Bomber zu machen. Sie wurden dann im Mai 1945 in einer feierlichen Zeremonie entfernt.
Mitten auf dem Dach wurde ich Zeuge eines Heiratsantrages 😄. Einige Touristen, die das ebenfalls mitbekommen hatten, jubelten begeistert und applaudierten dem Paar!
Einer der prächtigen Seitenaltäre
Die Statue des gehäuteten Heiligen Bartholomäus aus dem Jahr 1562 von Marco D'Agrate.
Der Umhang, den er locker über seinen Schultern trägt, ist nicht aus Stoff, sondern seine eigene, abgezogene Haut (da sage einer, die Wiener seien makaber).
Vom Domplatz, auf dem ein ständiges Gewusel von Touristen herrscht, stösst man nach Norden zu direkt auf die Galleria Vittorio Emanuele II.
Diese mit Glasdächern versehene Einkaufspassage wurde 1867 eröffnet und ist üppig mit Stuck, Fresken und Mosaiken dekoriert. Die zentrale Glaskuppel hat eine Höhe von 47m. Hier findet sich an Geschäften alles, was einen Rang in der Modewelt hat, Prada, Armani, Versace, Gucci, Louis Vuitton, Dior und wie sie alle heissen.
Aber auch exquisite Gastronomie ist vertreten, wie die Konditorei Marchesi, die heuer ihr 200-jähriges Jubiläum feiert.
Ein kunstvoll verziertes Schoko-Ei. Wäre für mich zu schade, so etwas zu essen :)
Am gegenüberliegenden Ausgang der Passage befindet sich schon der Piazza della Scala mit einer Leonardo-Statue in seiner Mitte.
Leonardo da Vinci hatte viele Jahre in Mailand verbracht und dort z.B. das berühmte "Abendmahl" gemalt.
Das Teatro alla Scala bzw. die Mailänder Scala ist als Gebäude erstaunlich unscheinbar und wenn man nicht wüsste, dass es sich dabei und eines der weltweit bedeutendsten Opernhäuser handelt, würde man glatt daran vorbeilaufen!
Was wäre Mailand ohne Kaffee? Den gibt es hier fast überall!
Auch Kanäle gibt es in Mailand, wie hier den Alzaia Naviglio Grande, wo sich ein Lokal an das andere reiht!
Impression von einem der gehobeneren Restaurants. Über das Niveau der italienischen Küche brauche ich wohl keine weiteren Worte zu verlieren. Die Mailänder verstehen es nicht nur, sich gut anzuziehen, sondern auch, gut zu speisen!
Auf dem täglichen Weg vom Hotel zum Büro. Auch in Mailand hat der Frühling bereits Einzug gehalten. Zumindest war es in der Sonne schon recht warm!
Durch Zufall bin ich auch noch an der Basilica di San Calimero vorbeigekommen, einer Kirche, deren Geschichte bis in die Römerzeit zurückreicht, die oftmals umgebaut wurde und schliesslich im 18. Jhd. im neo-romanischen Stil restauriert wurde. Der Glockenturm ist aus dem 17.Jhd.
Leider hatte ich wie bei so manch anderen Geschäftsreisen wenig Zeit, die vielen Sehenswürdigkeiten auch nur annähernd zu würdigen, und so blieb es bei dieser sehr bruchstückhaften ersten Annäherung, die aber Lust auf weitere Besuche machte!
Warst Du schon einmal in Mailand? Was war Dein Eindruck?