Während geopolitische Spannungen im Nahen Osten normalerweise den Goldpreis beflügeln, beobachten wir aktuell genau das Gegenteil: Einen drastischen Einbruch um 15 Prozent innerhalb von nur 30 Tagen. Ein Blick hinter die Kulissen der Zentralbanken und der globalen Liquiditätsströme kann helfen, diesen scheinbaren Widerspruch aufzulösen.
Ein Hauptgrund für den Preisdruck ist die Strategiewende großer Schwellenländer-Zentralbanken, allen voran der Türkei und Russlands. Gold wird zur "Kriegskasse" umfunktioniert, um den freien Fall nationaler Währungen zu stoppen oder marode Haushalte zu stabilisieren. Einige Länder, die besonders stark von Energieimporten abhängig sind und Öl und Gas in US-Dollar kaufen müssen, sahen sich bereits gezwungen, einen Teil ihrer Goldreserven aufzulösen.
Einen anderen Weg geht die Türkei, deren Zentralbank prüft, einen Teil ihrer Goldbestände für Dollar-Swaps einzusetzen, berichtet Bloomberg. Dabei leiht sie sich US-Dollar und hinterlegt Gold als Sicherheit, um es sich später, wenn sich die Wogen hoffentlich geglättet haben, wieder auszulösen. Dadurch gibt sie ihr Gold zwar nicht endgültig aus der Hand, kurzfristig trägt jedoch auch diese Maßnahme dazu bei, dass das verfügbare Gold-Angebot am Markt massiv ansteigt. Aktuell übersteigt das Angebot durch staatliche Akteure die Nachfrage deutlich.
Solange Anleger aber mit Staatsanleihen Renditen erzielen können, die deutlich über der Inflationsrate liegen, verliert Gold seine Attraktivität. In der Folge schichten große Fonds massiv Kapital von Edelmetallen in verzinstes Einkommen um.
Anleger, die an den Aktien- oder Rohölmärkten auf Kredit spekuliert haben, erleiden durch die Volatilität Verluste. Um diese auszugleichen und ihre Depots vor der Schließung zu bewahren, müssen sie ihre liquidesten Vermögenswerte verkaufen.
Gold ist in einem solchen Szenario das Mittel der Wahl. Da es jederzeit und überall zu Geld gemacht werden kann, ist es oft das Erste, was verkauft wird, um Brände an anderen Stellen des Portfolios zu löschen.
Vielmehr ist er ein Beweis für die extreme Stresssituation des globalen Finanzsystems. Gold erfüllt derzeit seine Funktion als ultimative Liquiditätsreserve.
Es wird "verheizt", um das System stabil zu halten.
Ich zitierte aus folgendem Artikel...
https://www.wallstreet-online.de/nachricht/20666655-grosse-ausverkauf-goldpreis-monat-15-verloren
Mein persönliches Fazit:
Im letzten Jahr wurde Bitcoin Abverkauf um Cash-Reserven zu realisieren und in diesem Jahr ist eben Gold an der Reihe. Dies hat nichts damit zu tun das Bitcoin oder Gold ihren Wert verloren haben . Es sind einfach die Liquidesten Assets die sich am einfachsten in Fiatgeld umtauschen lassen weil der Markt danach gierig ist. Nur sind die derzeitigen Marktteilnehmer nicht bereit neue Allzeithochs zu kaufen. Jetzt wird zu den Preisen verkauft wie die Einkäufer bereit sind zu investieren.
Ich bin noch nicht bereit nachzukaufen und warte noch geduldig ab. Bei Zinsen zwischen 7-15% sehe ich auch keinen Handlungsbedarf um in Bitcoin oder Gold zu investieren.
English
While geopolitical tensions in the Middle East usually boost the price of gold, we are currently witnessing the exact opposite: a drastic 15 percent drop in just 30 days. A look behind the scenes at central banks and global liquidity flows can help resolve this apparent contradiction.
A major reason for the price pressure is the strategic shift by major emerging market central banks, most notably those of Turkey and Russia. Gold is being repurposed as a "war chest" to halt the freefall of national currencies or to stabilize struggling budgets. Some countries that are particularly dependent on energy imports and must purchase oil and gas in US dollars have already been forced to liquidate some of their gold reserves.
Turkey is taking a different approach, with its central bank considering using some of its gold holdings for dollar swaps, Bloomberg reports. In this scenario, it borrows US dollars and deposits gold as collateral, hoping to redeem it later when the situation has calmed down. While this doesn't mean the government is completely relinquishing its gold reserves, in the short term, this measure also contributes to a massive increase in the available gold supply on the market. Currently, supply from government entities significantly exceeds demand.
However, as long as investors can achieve returns on government bonds that are significantly higher than the inflation rate, gold loses its appeal. Consequently, large funds are massively shifting capital from precious metals into interest-bearing income.
Investors who have speculated on credit in the stock or crude oil markets are suffering losses due to the volatility. To offset these losses and prevent their portfolios from being liquidated, they must sell their most liquid assets.
In such a scenario, gold is the preferred option. Since it can be converted into cash anytime and anywhere, it is often the first thing sold to extinguish fires elsewhere in the portfolio.
Moreover, it is a testament to the extreme stress situation of the global financial system. Gold is currently fulfilling its function as the ultimate liquidity reserve.
It's being "burned" to keep the system stable.
I quoted from the following article...
https://www.wallstreet-online.de/nachricht/20666655-grosse-ausverkauf-goldpreis-monat-15-verloren
My personal conclusion:
Last year, Bitcoin was sold off to realize cash reserves, and this year it's gold's turn. This has nothing to do with Bitcoin or gold having lost their value. They are simply the most liquid assets that are easiest to convert into fiat currency because the market is greedy for it. However, current market participants are not ready to buy at new all-time highs. Now, sales are happening at the prices buyers are willing to invest.
I'm not ready to buy more yet and am waiting patiently. With interest rates between 7-15%, I also see no need to invest in Bitcoin or gold.