Liebe Crypto-Enthusiasten,
am 9.Jänner hatte die DLT Austria, ein Verein zu Förderung der Blockchain-Technologie, zu einem 15 Jahre Bitcoin-Jubiläumsevent in Wien eingeladen, aber ich komme erst jetzt dazu, darüber zu berichten. Am 3.Jan. vor 15 Jahren ist ja die Bitcoin-Blockchain live gegangen - ein würdiger Anlass zu feiern!
Hier die Einladung:
https://www.meetup.com/dltaustria-vienna-meetups/events/297453248/
Ca. 45 Leute hatten sich in den gemieteten (oder gesponserten) Räumlichkeiten der Werbeagentur "Digital Sunray" im ersten Bezirk eingefunden.
Es gab einen Selbstbau-Lightning-ATM zu bestaunen (von dessen Verwendung ich allerdings Abstand nahm):
Dieses Buch konnte man (vom Autor selbst) erwerben:
Das Lineup von Vorträgen (und Vortragenden) war imposant:
- Key Characteristics of Bitcoin, von Thomas Jeegers (Autor von Understanding Crypto Fundamentals)
- Bitcoin History & Halving, von Ed Prinz (Präsident von DLT Austria)
- Pros and Cons of Bitcoin, Usage in the Economy, von Hubertus Hofkirchner (Gründer von Bitcredit Protocol)
- El Salvador's Adoption of Bitcoin, von Johannes Grill (Präsident von Bitcoin Austria)
- Bitcoin Fun Facts, und noch einige andere...
Es drehte sich in den Vorträgen natürlich alles um Bitcoin; Ethereum wurde nur selten erwähnt, ebenso die zahlreichen Forks.
Übrigens, wer kann erraten (ohne nachzusehen), wieviele Bitcoin-Forks es bis jetzt gibt? Wer in 2 Tagen der richtigen Antwort am nächsten kommt mit seinem Tip, bekommt ein fettes Upvote!
Ich habe wieder festgestellt, wie wenig ich über Bitcoin weiß, insbesondere die monetären und finanztechnischen Aspekte. Der Vortrag von Hubertus Hofkirchner war besonders beeindruckend, der mit viel historischem Wissen ausführte, was Geld ist bzw. was es sein sollte. Ich habe zwar nicht alles verstanden, aber sein Fazit ist, dass Bitcoin nicht nur das beste Geld ist, sondern eventuell das beste Geld, das jemals erfunden werden wird. Natürlich steht die hohe Volatilität einer Hyperbitcoinisierung noch im Wege. Die erwarteten Kurssteigerungen führen ja paradoxerweise dazu, dass Bitcoin derzeit gar nicht gerne als Zahlungsmittel verwendet wird (wer würde schon seine Satoshis ausgeben, wenn er - zurecht - fix damit rechnet, dass er übermorgen mehr Waren dafür bekommt? Der Nachteil der Deflation eben). Sie sind aber schon von Satoshi so eingeplant worden, als Anreiz, Bitcoin überhaupt zu verwenden. Hofkirchner geht jedenfalls davon aus, dass nach einigen weiteren Halvings sich Bitcoin auf einem Plateau einpendeln und dann kaum mehr schwanken wird. Man muss hier wirklich langfristig denken!
Johannes Grill (der schon drei mal in El Salvador war) erzählte von der Entwicklung von Bitcoin in El Salvador und seinen persönlichen Erfahrungen vor Ort im Umgang der Einwohner mit der Kryptowährung. An diesem Strand hat angeblich alles begonnen, als kryptoaffine Ausländer begannen, lokal mit Bitcoin zu bezahlen und ein Netzwerk aufzubauen.
Übrigens, jetzt, da Bitcoin in zumindest einem Land tatsächlich gesetzliches Zahlungsmittel ist, fällt es eigentlich nicht mehr in die Definition von Kryptowährung, zumindest laut derzeit geltendem österreichischen Recht. Zumindest ist der Fall nicht eindeutig (und wird gerade ausjudiziert)!
Teilweise wurde es ziemlich technisch, hier im Bild ist der Code zu sehen, der die Halvings steuert:
Im Anschluss gab es eine sehr spannende Paneldiskussion mit den Vortragenden und den Rechtsanwälten Oliver Völkel und Niklas Schmidt (die sich auf Krypto&Blockchain spezialisiert haben).
Am Ende wurden alle gefragt zu ihrer Prognose des Bitcoinkurses Ende 2024. Die Antworten reichten von "keine Ahnung", "unverändert oder um 40000", bis zu 86000$. Wesentlich einiger waren sich die Panelisten (einen Tag vor dem Approval), dass die BTC-Spot-ETFs von der SEC genehmigt werden würden, womit sie recht gehabt hatten!
Dann ging es ans Netzwerken, das "unterfüttert" wurde unter anderem mit solchen schinken- und käsegefüllten Riesenbrezeln. Dazu floß reichlich Bier und Wein.
Insgesamt eine sehr gelungene Veranstaltung.
Eine kleine Kritik: Einer von uns wollte die Ticketgebühr (8€) vor Ort mit Lightning bezahlen (mit seiner Lightning-Wallet per Handy), was ja durchaus angemessen wäre. Der Organisator Ed Prinz war davon sehr angetan, stellte aber keine Lightning-Rechnung aus, sondern zeigte den QR-Code zur Unterstützung der DLT-Austria von dessen Homepage. Nach Einscannen des QR-Codes waren wir überrascht, warum die Transaktion nicht durchging, sondern eine Stunde auf Status "queued" war. Es stellte sich heraus, dass die "Wallet of Satoshi" nicht per Lightning bezahlt hatte, sondern (ungefragt) eine Transaktion "on-chain" gemacht hatte (d.h. einen ganz normalen BTC-Transfer), sodaß der Sender eine Transaktionsgebühr von 8$ (aktuell so hoch wegen des Ordinals-Hypes) zahlen musste. Eine eher unangenehme Überraschung!
Sehr bezeichnend, wenn nicht einmal der "Präsident" der DLT-Austria wusste, dass das möglich ist. Es zeigt einmal mehr, wie weit wir noch von der Massenadoption entfernt sind. Für uns war es aber eine gute "lesson learned".
Daher hier ein Tutorial, wie man korrekt eine Lightning-Rechnung kreiert (um von jemanden Satoshis zu bekommen), damit Euch dieser Fehler nicht auch passiert!
Geht in Eurer Lightning-Wallet (z.B. die erwähnte Wallet of Satoshi) auf "receive"
Klickt auf das Lightning-Symbol
Klickt auf "Amount/Note"
Gebt den Betrag (in Sats oder $) ein (optional kann man auch ein Memo eingeben ("note"))
Klickt auf Generate Invoice
6.Danach wird ein QR-Code generiert über genau den richtigen Dollar-Betrag, den Ihr dann dem Sender zeigen oder ihm schicken könnt. Einfach, oder?
Hier noch ein Bild zur Blockchain-Landschaft in Österreich, eigentlich gar nicht wenig los hier:
https://dltaustria.com/
EDIT: Die Auflösung der Quizfrage
Es gab bis jetzt 100 Bitcoin-Forks, mehr darüber hier:
https://forkdrop.io/how-many-bitcoin-forks-are-there
Danke, ,
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und
fürs Mitmachen.
war mit seinen 100 am Nächsten dran!
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