Das ich alles andere als ein Krypto Experte bin, hat sich sicherlich schon herumgesprochen, das sich aber der HIVE gerade im Tiefflug befindet, erkenne sogar ich und bin froh, das wenigstens mein Bier Vorrat im Kühlschrank zum Höhenflug ansetzt.
Natürlich ist es meinem belgischen Nachbarn, der neben allerfeinsten Bieren, auch den allseits bekannten Virus aus seiner Heimat mitbrachte und mir vom Ersteren wöchentlich ein neues Fläschchen offeriert, solange der Vorrat reicht.
Der arme Kerl hockt nun in seiner Hütte, darf nicht raus, verspürt keinerlei Symptome außer einem Kratzen im Hals und kommt nur heraus, um mir mein frisches Bier auf den Terrassentisch zu stellen.
Die Flaschen hat er vorher vorsichtshalber mit Alkohol desinfiziert, versicherte er mir und peinlichst darauf geachtet, das er das Etikett nicht zerstört. Schließlich weiß der gute Mann, das ich die edlen Tropfen fotografieren muss, wenn ich an ´s legendären BeerSaturday teilnehmen möchte, der heute zum 177zigsten mal stattfindet.
Zum Dank dafür, erledige ich für ihn die anfallenden Einkäufe des täglichen Bedarfs.
Glaubt man der, auf einem Dorf stets ausgeprägteren Gerüchteküche als anderswo, bin auch ich infiziert.
Allerdings erzählt man sich die Geschichte, das ich mich zusammen mit dem ebenfalls aus dieser Rubrik bekannten Hessen, der mich immer mal wieder zum Bier verkosten einläd, bei dem Formel 1 Rennen an der Algarve angesteckt hätte.
Das weder er noch ich dort anwesend waren, interessiert die Plappermäuler nicht.
Zumindest wurde noch keiner von uns beiden, zum Zwangstest abgeholt.
Aber zurück zum eigentlichen Anlass dieses Beitrags, dem Bier.
GOUDEN CAROLUS TRIPEL heißt dieses Prachtgetränk, dessen solide, aber doch recht bescheidene Gestaltung des Etiketts der Flasche, nicht darauf schließen lässt, das dieser Tropfen zu einem der Weltbesten Biere seiner Art gekrönt wurde.
Zu Recht wohlgemerkt, denn was ich hier probieren durfte, gehört mit zum Besten was ich je an Bier getrunken habe und es fällt mir schwer, dieses Geschmackserlebnis in Worte zu fassen.
Es ist alles dabei, fruchtig, hopfig, herb und bitter, leicht und trotzdem würzig, mild und stark im selben Zuge und trotz 9,0% Alc/Vol bekömmlich und ausgesprochen süffig.
Ein Meisterwerk der Braukunst, was mich sprachlos macht.
Freudentränen des Erlebten, wie die der Traurigkeit darüber, das die Flasche so schnell leer war, rannen mir die Wange hinunter, doch auch ein wenig Hoffnung keimte auf, das es nächste Woche wieder etwas ganz Besonderes vom Belgier gibt.
Bis dahin, wünsche ich euch auch fündig zu werden und ein Bier zu entdecken, über das es sich beim #BeerSaturday zu berichten lohnt, oder/ und euch so glücklich macht, wie ich es gerade bin.
Den Spruch meines Liebchens, „ du bist aber leicht zu begeistern“ , nachdem Sie ein Schlückchen meines Wundertranks probierte, ignoriere ich einfach mal. 😎