In meinem Beitrag zum Ursprungsort der Mühlsteine hatte ich Limonit erwähnt, ohne genauer darauf einzugehen. Das soll an dieser Stelle nachgeholt werden. Die Einordnung ist ein bisschen falsch, denn genau genommen ist Limonit kein Gestein, sondern ein eisenhaltiges Erz. Deshalb auch die deutschen Namen: Brauneisenerz, Raseneisenerz...). Ich habe es trotzdem hier eingeordnet, denn in einigen Gegenden Deutschlands liegt es in verschiedener Ausgestaltung auf dem Erdboden herum und kann aufgesammelt werden. Das Beispiel aus meiner Sammlung stammt aus dem Zittauer Gebirge (Umgebung Weißer Bruch bei Jonsdorf) und stammt aus dem 80-er Jahren.
Ein Handstück Limonit. Der Untergrund zeigt übrigens polierten Oberlausitzer Granodiorit.
Limonit gibt es weltweit und es kann ein sehr unterschiedliches Aussehen annehmen, was mit seiner Bildung und den Beimengungen zusammenhängt. In Sedimentgesteinen bilden sich teilweise mächtige Ablagerungen davon. Am bekanntesten in Europa sind sicherlich die Dogger- Erze von Lothringen.
Die Struktur etwas genauer. Bildbreite ca. 2 cm
Limonit ist ein Zerfallsprodukt des Minerals Goethit, seltener auch Lepidokrokit. Sie bestehen aus Eisen und Wasser. Daraus bildet sich ein Eisenhydroxid- Gel. Nebst einigen Begleitstoffen und Einschlüssen lagert es sich am Trägermaterial an. Oder bildet in sich selbst relativ harte Schichten. Die Härte beträgt im Schnitt 5,5 auf der Mohs- Skala. Es bildet dabei keine mit dem Auge oder dem normalen Mikroskop erkennbaren Kristalle. Neben harten Stücken, meist in Brauntönen und mit unterschiedlichem Glanz und Formen, gibt es Limonit auch als erdige oder pulvrige Variante. Die Dichte von rund 3,3 bis 4,3 ist rein theoretisch und für die Bestimmung zu Hause nicht brauchbar. Die Strichfarbe ist im Gegensatz zum ähnlich aussehenden und ähnlich zusammengesetzten Roteisenerz immer goldgelb. Limonit ist stark unbeständig gegenüber Säuren.
Salzsäure 10% und Limonit - keine Freunde
Limonit ist leicht zu verhütten, weswegen es früher ein gesuchtes Eisenerz war. Limonit kommt auch als Ocker vor (lichtechte Erdpigmente zur Färbung).