Offene Beziehungen – das neue große Ding und in meinem Umfeld so beliebt wie der deutsche Handelsüberschuss. Da viele von uns VWL studieren, haben wir da natürlich eine differenzierte und wissenschaftliche Meinung zu: wenn man es selber hat, findet man es super, aber sobald der beste Freund von seinem Liebesleben, das flexibler ist als die Position mancher Politiker ist, erzählt, muss man ihn belehren, dass dieses Verhalten dem internationalen Markt schadet.
Symptomatik: Der neue “catchy tune”, den man irgendwo aufgeschnappt hat und ohne es zu merken auf dem Weg in die Bib pfeift.
Befällt meistens: Angehörige der „Lost Generation“, weniger dramatisch auch „Beziehungsunfähige Generation“ genannt.
Unklar ist noch, ob diese Konzeption doch eher in die Rubrik „Liebhaber, die man langsam mal vergessen sollte“ fällt und/ oder trotzdem den nächsten Konjunkturzyklus überlebt.