Kritik an Pariser Klimavereinbarungen
Gehen wir in diesem Abschnitt ruhig nochmal von den Prämissen aus, die Klimamodelle stimmen, der Treibhauseffekt ist real und andere Ursachen für eine Klimaveränderung gibt es nicht. Wie wir gleich sehen werden, sind die Pariser Klimavereinbarungen auch so schon absurd genug.
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Die Aufregung war groß, als Trump verkündet hat der Klimavereinbarung nicht zuzustimmen. Die Presse hat sich sofort in gewohnter Weise auf ihn gestürzt, wie konnte er das nur machen. Trump wird uns alle in unser Verderben stürzen. Doch sollte man sich nicht erst mal anschauen, was da eigentlich beschlossen wurde, bevor man anfängt zu urteilen. Zunächst mal müssen wir Feststellen, dass es sich hierbei um eine Selbstverpflichtende Vereinbarung handelt und keinen Vertrag.
Es gibt auch keinerlei Strafen, wenn ein Land seine selbst auferlegten Ziele nicht erfüllt. Wäre Trump also ein wenig intelligenter gewesen, dann hätte es die Vereinbarung unterschrieben und anschließend einfach nicht eingehalten. Dann wäre ihm jede Kritik erspart geblieben und nichts passiert.
Wenn man sich genauer anschaut was da eigentlich beschlossen wurde, dann ist diese ganze Vereinbarung einfach nur ein schlechter Witz. So steht dort unter anderem drin, dass China nicht mehr CO2 ausstoßen darf wie ohnehin vorgesehen. Pakistan wird seine CO2 Emissionen senken, sobald man einen Spitzenwert erreicht hat, wann auch immer das sein wird.
Im Grunde genommen eine Freifahrtschein für unbegrenzte Emissionen. Die Web-Seite http://climateactiontracker.org/ rechnet vor, dass bei Einhaltung der Vereinbarung das Ziel einer maximalen Erwärmung um 2 Grad bis 2100 nach der Pariser Vereinbarung immer noch um 0,8 Grad überschritten wird. Nur ich persönlich gehe nicht von diesem optimalen Fall aus, wie früher schon werden auch diesmal einige Länder die selbst gesteckten Ziele bewusst oder absichtlich verfehlen.
Um zu begreifen welcher Wahnsinn dahinter steckt muss man wissen, dass die prognostizierten CO2 Emissionen Chinas 3x so hoch sind wie die der Vereinigten Staaten. Auch sollte man berücksichtigen dass in einer globalisierten Welt die Konzerne ihre Standorte verlagern, wenn die Produktionsbedingungen wegen zu strenger Umweltauflagen in einem Land zu teuer werden.
Die Vereinbarung erreicht, wenn sie erfolgreich umgesetzt wird, also eventuell das genaue Gegenteil. Im schlimmsten Fall würden Produktionsstandorte in genau die Länder mit den niedrigsten Umweltauflagen verlagert. Dann sind nicht nur die Jobs weg, sondern die Umwelt wird auch noch mehr geschädigt wie vorher.
Laut einer Studie des britischen Guardian, sind 90 Unternehmen für insgesamt 60% der weltweiten CO2 Emissionen verantwortlich. 83 davon sind Energiekonzerne, also im Bereich Öl, Gas und Kohle. Diese sind natürlich an ihren Förder-Standorte gebunden, weshalb in diesem Bereich starke Wettbewerbsverzerrungen auftreten würden, zwischen Ländern welche die Vereinbarungen einhalten und denen die das nicht tun. Auch das dürfte ein Grund dafür sein warum Trump der Vereinbarung eben nicht zugestimmt hat.
Viele Befürworter der Vereinbarung argumentieren gerne: Wenn die USA nicht eine Führungsrolle beim Klimaschutz übernehmen, dann werden sie im Rennen um Zukunftstechnologien wie Solarenergie und Windkraft abgehängt. Doch auch hier muss man diesen Befürwortern entgegen halten, dass sie schlicht nicht begriffen haben wie eine globale Volkswirtschaft funktioniert. Nehmen wir das Beispiel Deutschland, wir gehörten von Anfang an zu den Vorreitern in Sachen Klimaschutz.
Die Deutsche Solarworld AG ist nicht in die Insolvenz gegangen, weil man technologisch nicht mithalten konnte, sondern weil man preislich nicht mithalten konnte. Abgehängt ausgerechnet von Umweltsünder Nr. 1 China. Also auch diese Argumentation funktioniert nicht.
Quellen:
Economics of the Paris Agreement on Climate Change | Robert P. Murphy
Solarworld meldet Insolvenz an - Aktie bricht ein
Which companies caused global warming?
Wie misst man eigentlich Klimaveränderungen?
Nun zunächst mal sollte man Klima ganz klar von Wetter trennen. Es geht hier nicht um irgendwelche einzigartige Wetterereignisse welche eine Folge einer Klimaveränderung sein könnten. Um festzustellen ob und wie stark sich das Klima verändert interessieren uns hauptsächlich die globalen Temperaturen über einen längeren Zeitraum.
Doch das stellt sich schon die erste große Schwierigkeit, wie misst man eine globale Durchschnittstemperatur. Nun könnte man einfach versuchen die Temperaturen aller Wetterstationen auf dieser Erde zu sammeln und dann ein Durchschnitt zu bilden. Ein Blick auf die globale Verteilung der Wetterstationen zeigt jedoch schon wo das Problem dabei liegt.
Mit einem Durchschnitt, selbst mit einem gewichteten Durchschnitt kommt man hier nicht weit. Während es Regionen wie Europa gibt, die ein geradezu Flächendeckendes Netz an Messstationen besitzen, gibt es andere Regionen in Afrika, Südamerika, Australien mit weiten Bereichen ohne solche Wetterstationen. Ganz zu schweigen von den Ozeanen und der Arktis. Ozeane werden nur in Form von Messungen auf Schiffen und vereinzelten Bojen berücksichtigt.
Quality 3 Daten
Von weiten Teilen der Erde fehlen also solche terrestrischen Temperatur-Daten. Hinzu kommen Probleme bei der Kalibrierung dieser Ergebnisse. Was macht man mit neu hinzu gekommenen Wetterstationen oder Wetterstationen die ausfallen oder versetzt werden. In welcher Höhe über dem Erdboden wird gemessen, wie dicht besiedelt ist die Umgebung der Wetterstation. Wir wissen dass die Temperatur in Städten etwas höher ist wie in deren Umland. Dieser Effekt hat jedoch nichts mit dem Klima zu tun, sondern mit der Wärme-Abstrahlung der Gebäude.
Wie schafft man es also das hier nicht Äpfel mit Birnen zusammengezählt werden. Die Temperaturen werden niemals 1:1 übernommen, sondern alle vorher über Rechenmodelle kalibriert um diese ungewollten Ungenauigkeiten auszugleichen.
Diese Daten werden als Quality Class 3 Daten bezeichnet. Zu den Vertretern dieser Kategorie gehören GISS und NCDC. GISS steht für Godart Institute for Space Studies Surface Temperature Analyses. Der Bezugszeitraum hierfür ist von 1901-2000.
Obwohl diese Ungenauigkeiten und Probleme bekannt sind, werden diese Daten in vielen Klimaanalysen des IPCC immer wieder gerne genommen. NCDC steht für National Climatic Data Center und wird von der NOAA National Oceanic and Atmospheris Administration, einer US Regierungsorganisation heraus gegeben. Bezugszeitraum hier sind die Jahre 1951-1980.
Quality 2 Daten
Im Gegensatz zu Qualität 3 Daten gibt es hier weit weniger administrative Änderungen, die Daten können also als generell stabiler angesehen werden. Zu den Quality 2 Daten zählt HadCRUT, dieser Datensatz wird zusammengestellt vom Hadley Centre for Climate Prediction and Research und der University of East Anglia Climate Research Unit. Bezugszeitraum sind die Jahre 1961-1990.
Quality 1 Daten
Hier wird vollständig auf terrestrische Messungen verzichtet. Die Daten werden ausschließlich von Satelliten gemessen. Lücken treten hier keine mehr auf. Der Nachteil hierbei ist, dass hier alle historischen Daten wegfallen. Daten sind also erst ab 1979 vorhanden. Hier gibt es zwei Datensätze, welche allerdings kaum voneinander abweichen. UAH – University of Alabama in Huntsville und RSS Remote Sensing System. Beide Datensätze basieren auf den Trios-N Satelliten der NOAA, werden jedoch von Unterschiedlichen Organisationen ausgewertet.
Die gemessenen Klima Daten und die Prognosen des IPCC
Nachdem wir uns nun damit auseinandergesetzt haben wie gemessen wird und welche Probleme es dabei gibt, soll es nun um die tatsächlichen Ergebnisse dieser Messungen gehen. Alle im Folgenden gezeigten Messungen stammen von der Seite Climate4You, eine Seite die sich auf Fakten für jedermann beschränkt ohne dabei aber dabei Partei für Befürworter oder Leugner des Treibhaus-Effektes zu ergreifen.
Was zunächst auffällt, es gibt zwei Linien. Das liegt daran, dass die Daten immer wieder nach oben korrigiert wurden. Begründet hat man das damit, dass man die Gewichtung der Ozean Daten geändert hat. Bekannt ist das Messungen auf Schiffen generell einen etwas zu hohen Wert liefern gegenüber Messungen an Bojen. Mittlerweile geht man davon aus, dass mehr Daten von Bojen und weniger Daten von Schiffen in die Messungen einfließen. Daher hat man die Temperatur insgesamt angehoben.
Dies bedeutet natürlich dass man auch Daten der Vergangenheit ändern musste. Nun kann man dieser Begründung glauben oder nicht. Tatsache ist aber dass dieses nicht die erste Anpassung der Daten war. Immer in die gleiche Richtung. Vergangenheit tendenziell eher kühler, Gegenwart dafür eher nach oben korrigiert.
Trotz dieser Korrektur fällt auf, dass ab 1998 bis ca. 2015 die Temperatur fast konstant geblieben ist. Erst Ende 2015 gab es dann wieder einen Nennenswerten Ausrutscher nach oben, bedingt durch das Wetterphänomen El Nino. Gut zu erkennen ist in dieser Grafik auch der Ausbruch des Vulkans Pinatubo auf den Philippinen in 1991, welcher 2 Jahre lang für eine deutliche weltweite Abkühlung gesorgt hat.
Mit einer anderen Begründung aber dem gleichen Effekt hat man auch die RSS Daten geändert. Schauen wir uns nun die ebenfalls sehr genauen UAH Daten an.
Mit den UAH Daten, welche nur minimal angepasst wurden, ist es schon sehr schwierig überhaupt noch von einer globalen Erwärmung nach 1998 zu sprechen. Gegner der Treibhaus Theorie sprechen hier auch schon gerne mal von der Global warming pause. Ab dem 1997/98er El Nino bis zum 2015/16 El Nino ist da nicht viel passiert.
Bei den meisten Berichte des IPCC (Intergovermental Panel for Climate Change), werden jedoch bewusst immer wieder die eigentlich schlechtesten Daten der GISS Datenreihe genommen.
Interessant hierbei ist auch, dass man ja erwarten sollte, dass Anpassungen dieser Daten zu deren Genauigkeit beitragen sollten. Das Problem ist nur, dass die Satellitendaten und die GISS Daten immer mehr auseinander driften. Was man auch deutlich erkennt, wenn man mal die absoluten Werte beider Grafiken vergleicht.
Es besteht jedoch noch ein viel größeres Problem. Vergleicht man die gemessenen Daten mit den aktuellen Klimamodellen, dann versagen wirklich alle Klimamodelle total. Absolut jedes derzeit verfügbare Klimamodell hat Steigerungen vorhergesagt die bis heute nicht eingetroffen sind.
Wenn wir aber schon wissen, dass diese Modelle in der Vergangenheit so kläglich versagt haben, warum soll man jetzt anfangen daran zu glauben. Vergleicht man die prognostizierten Temperaturen mit den tatsächlich eingetretenen, dann lag das IPCC immer Treffsicher vollständig daneben.
Quelle: The Great Pause lengthens again
Wer nur an Statistiken glaubt welche er selber gefälscht hat, den empfehle ich die Seite woodfortrees.org, dort kann jeder nach Herzenslust die verschiedenen Datenreihen vergleichen und eigene Trendanalysen durchführen.
Viele Dinge im Bereich Klimaforschung sind bis heute nicht vollständig geklärt. Eins dieser Dinge sind die Phänomene El Nino und La Nina, beides Wetterphänomene des Pazifiks welche sich aber global auswirken. In der Regel tritt ein El Nino alle 2 bis 8 Jahre auf.
Die Global warming pause oder auch Global warming hiatus, welche nur sehr schwer wegzuleugnen ist hat mit eine der Ursachen darin, dass dieses Phänomen einfach ungewöhnlich lange ausgeblieben ist (18 Jahre). Was einige sogenannte Klima-Experten jedoch nicht davon abhält, weiter an ihren bereits fehlgeschlagenen Modellen festzuhalten.
Ich möchte hier nicht den Eindruck erwecken dass wir keinen Klimawandel haben. Die Temperatur hat sich in den vergangenen Jahrzehnten erhöht, nur eben viel langsamer wie alle vorausgesagt haben. Wir haben Wetterphänomene, welche wir aus der Vergangenheit so nicht kennen.
Aber eben in beide Richtungen. Es gibt auch genügend Kälterekorde an verschiedenen Orten, die gerne mal unter den Tisch gekehrt werden, weil sie eben so gar nicht in das vorgegebene Bild passen.
Link zu Teil 1 dieses Beitrags:
Klimawandel kritisch hinterfragt! Teil 1