Ein Versuch einer Antwort auf den "Ich kann ja nichts"-Beitrag von . Er hätte keinen passenderen Zeitpunkt wählen können.
Seit Mitte letzter Woche mache ich mir zunehmend Gedanken, ob ich mir das mit dem Praktikum gut überlegt habe. Am Sonntag ging mir dann durch den Kopf "Moment mal, eigentlich wälzt Du doch genau dieselben Gedanken wie um das Jahr 2000 herum schon mal. Womit ich jetzt nicht die Sinnfrage meine, sondern eher den Gedanken "ich darf das nicht nicht können, andere (mit derselben Qualifikation oder Zielqualifikation) können das auch!"
Ich suche und will in solchen Momenten auch keinen Trost (oder gar Bemerkungen, wie traurig etwas ist), sondern ehrliche Problemlösung. Daß das Unwissen aus der Welt geschafft wird. Oder daß der Gegenüber zumindest zugibt, daß da was nicht mit rechten Dingen zugeht.
(Warum sich darauf keiner einläßt, ich dann aber trotzdem als minderbemittelt gelte, hat mir leider noch keiner erklärt.)
Speziell auf das aktuelle Praktikum sei gesagt, daß ich über Fähigkeiten diskutieren muß, die ich aus der Ausbildung zum Rettungsdiensthelfer mitbringe oder mitbringen müßte. Aus Zeitnot (?) wird einfach das fehlende Wissen, die fehlende Erfahrung übergangen.
"Du bist ja kein Krankenpflegeschüler, als Praktikantin darfst Du dieses oder jenes nicht."
"Du kannst das nicht, hab ich gehört, deshalb haben wir das gemacht."
Es wäre ein klein wenig weniger problematisch, wenn ich nicht genau im Krankenhaus auch Erfahrung und Routine sammeln sollte.
Und es bleibt nur ein Beispiel unter vielen, wie Denken in falsche Richtungen gehen kann. Die Erwartung, etwas leisten zu können, von dem man eigentlich weiß, man kann es nicht leisten. Sich trotzdem darauf einzulassen und dann genau die Umgebung zu beobachten, wie es dort ankommt. Der Versuch, das Bild der anderen von einem selbst positiv zu erhalten. Was natürlich nicht funktioniert.
Und dann kommt man heim und will sich eigentlich nur noch verstecken.