Oft halten wir an Dingen fest, die uns einschränken und behindern. Einschränken in unserem Denken, handeln aber auch im Innehalten. Die uns behindern, uns weiterzuentwickeln und loszulassen.
Ist das Zimmer oder sind die Schränke chaotisch, dann ist meist auch das Leben desjenigen, der darin wohnt chaotisch.
Wir haben vor einem Jahr massiv angefangen, auszumisten und uns zu reduzieren. Aber das war ein langer Prozeß, der sich entwickelt hat.
Auch wenn wir nicht mit der Brechstange losgehen, und uns Schritt für Schritt von vielen Dingen lösen, die man immer meinte noch gebrauchen zu können, so fühlt es sich immer wieder total befreiend an, wenn wir wieder mehr Platz haben.
Ein Beispiel. Mein Kleiderschrank - 3 m lang, war voll mit Klamotten und dennoch dachte ich eine zeitlang, nie das passende zu haben.
Nach 3 Anläufen habe ich heute nur noch 1 m und dieser ist auch nicht mehr randvoll. Und es fühlt sich super an - befreiend und dennoch so, dass man genug hat.
Eigentlich hat sich auch nur geändert, dass ich heute viel bewusster einkaufe. Ich frage mich bei einem Neukauf zum Beispiel:
- wie kann ich es kombinieren, mit dem was ich habe
- zu welchen Anlässen werde ich es tragen
- ist es vor allem auch wettertauglich
- wie oft werde ich es im Jahr tragen
Und was soll ich sagen, ich kaufe weniger und sobald ein neues Teil in meinen Kleiderschrank wandert, darf eines gehen.
So habe ich für den Winter von ehemals 8 Jacken auf 2 reduziert. Für den Rest des Jahres von 10 Jacken auf eine Jacke 1 in 3- sprich 1 Weste, 1 leichte Daunenjacke, 1 Regenjacke - und alle 3 kann man auch zusammen anziehen.
Und so werde ich es auch mit meinen restlichen Kleidungsstücken machen:-) Das ist ein Prozeß, aber es macht Spaß und befreit.
Wie stehst du zu diesem Thema? Hast du ähnliche Erfahrungen gemacht und was wirst du jetzt ausmisten?