Wie schnell doch die Zeit vergangen ist, gerade eben haben wir die Uhren um eine Stunde zurückgestellt, schon wieder ist es soweit, sie werden heute Nacht um 02:00 Uhr um eine Stunde vorgestellt.
Kennt Ihr jemand, der um diese Zeit extra aufsteht, um seine Uhr um eine Stunde vorzustellen? 😉
Inzwischen ist es ja so, dass sich die meisten Uhren (Handy, Funkuhren, PC usw.) automatisch auf die neue Sommerzeit umstellen. Aber wie ist das mit uns Menschen und den Tieren?
Vorerst ein paar interessante Fakten zur Sommerzeit:
Bis zum Jahr 1996 gab es noch unterschiedliche Sommerzeitregelungen in der EU. Ab 1996 wurden diese vereinheitlicht. Die Sommerzeit beginnt am letzten Sonntag im März und endet am letzten Sonntag im Oktober. Es gab dazu keine Volksabstimmungen.
Es sollte damit Energie und Strom gespart werden, da die Menschen zu einem Zeitpunkt früher aufstehen, an dem es bereits hell ist. Durch die Stunde länger Tageslicht am Abend, soll ebenfalls Strom gespart werden.
Demgegenüber stehen jedoch andere Faktoren, die nicht unberücksichtigt bleiben sollten:
Wenn man bedenkt, dass es trotz allem immer noch viele Uhren gibt, die manuell umgestellt werden müssen, wie z.B. Kirchturmuhren, so ergibt sich doch ein beachtlicher Aufwand an Zeit und Personal und das zweimal im Jahr.
Manche Menschen vergessen, die Uhr umzustellen und verspäten sich.
Besonders schlimm ist es dann, Schulkinder dazu zu bringen, plötzlich eine Stunde früher aufzustehen. Die erste Woche Sommerzeit stellt durchaus eine Belastungsprobe für Eltern und Kinder dar. Heuer haben wir in Österreich das große Glück, dass diese erste Woche in die Osterferien fällt.
Aber auch viele Erwachsene selbst habe hier ihre große Not, mich eingeschlossen. Irgendwie fühlt sich das ganze wie ein kurzer Jetlag an. Eine Studie aus Russland besagt sogar, dass durch die Zeitumstellung die Selbstmordrate um 66 % und die Rate an Herzinfarkten um 50 % steigt. Auch Arbeits- und Verkehrsunfälle häufen sich in der Umstellungszeit.
Und dann noch unsere Tiere.
Wie kann ein Landwirt seiner Kuh erklären, dass sie nun über Nacht um eine Stunde früher ihre Milch hergeben soll? Der Ablauf auf einem Bauernhof ist ja auch an äußere Umstände gebunden, so kann der Bauer nicht einfach nach der Winterzeit weiterarbeiten.
Also sollte man doch annehmen, dass der tatsächliche Nutzen der Zeitumstellung diesen nicht unbeachtlichen Aufwand aufwiegt. Nun, da muss ich Euch jetzt enttäuschen. Wer es noch nicht aus den Medien gehört hat - es hat sich doch tatsächlich herausgestellt, dass die Einsparungen minimal sind.
Redet man mit Freunden, Bekannten und Nachbarn, so sind die Gemüter bei diesem Thema gespalten. Auch wenn die Aufsteherei in der Früh anfangs sehr mühevoll ist, so genießen doch viele die Stunde am Abend, an der es länger hell ist und man noch aktiver ist. Gerade am Wochenende kann man die langen Sommerabende genießen.
Wie auch immer, bei dem ganzen Hin und Her gibt es eine Tatsache, die uns Sicherheit gibt: "Sonnenuhren gehen immer richtig!" 😉