Einen wunderschönen Freitag euch allen.
Vor wenigen Tagen bin ich beim Stöbern im Profil von bei dem Artikel "Wenn Gesundheit zur Gewohnheit wird" hängen geblieben. Eben war ich noch dabei zu überlegen ob und worüber ich heute schreiben möchte und dann sehe ich, dass Fräulein Änni -
, sich mit dem Thema Zeitmanagement im Rahmen von Wochenplan-Fazit befasst hat.
Natürlich habe ich mich zu einem Kommentar meinerseits hinreißen lassen. Dieser ist - soweit mir möglich - kurz ausgefallen.
Ich glaube hier auf SteemIt ist ein guter Ort für meine Gedanken zu diesen Themen. Und sicher findest Du jetzt beim Lesen auch die ein oder andere Idee, die dich weiter bringt.
Also auf geht's:
Eines der Themen, das hinter der Worthülse "Zeitmanagement" steckt sind die Routinen oder auch Gewohnheiten genannt. Und genau damit beschäftigen wir uns heute.
Um ein effektives Zeitmanagement zu haben ist es wichtig, bestimmte Abläufe zu wiederholen. So lange, bis sie eintrainiert sind und wir nicht mehr darüber nachdenken.

Gewohnheiten - Routinen:
Auszug aus www.Duden.de
- a) Durch längere Erfahrung erworbene Fähigkeit, eine bestimmte Tätigkeit sehr sicher, >schnell und überlegen auszuführen
b) (meist abwertend) [technisch perfekte] Ausführung einer Tätigkeit, die zur Gewohnheit >geworden ist und jedes Engagement vermissen lässt- (Seemannssprache) Zeiteinteilung für den Dienst an Bord
- (EDV) meist kleineres Programm oder Teil eines Programms mit einer bestimmten, gewöhnlich häufiger benötigten Funktion
Für uns sind die Punkte 1a sowie 3 relevant.
Es wird deutlich, dass das Projekt, sich neue Gewohnheiten anzueignen, nicht von jetzt auf gleich funktioniert. Das Wichtigste ist die Entscheidung, sich eine bestimmte Gewohnheit anzueignen. Wie das am besten funktioniert, darauf gehe ich gerne in einem gesonderten Post ein.
Je intensiver Du mit einer Routine beschäftigst (siehe 1a), desto präziser wirst Du das Ergebnis bestimmen können. Die Summe der Wiederholungen (siehe 3) führt dazu, dass Dein Programm, also Dein Verhalten, mit vielen kleinen und neuen Routinen modifiziert wird. dadurch führst Du aktiv eine Verbesserung herbei und bestimmst Dein Leben. Du hast aktiv die Kontrolle in der Hand, wie es weitergehen soll und suchst Dir immer neue Routinen aus, die Dich unterstützen, das gewünschte Ziel zu erreichen.
Beispiel: Ich habe eine Liste für den Tag:
- Lesen
- putzen
- kochen
- arbeiten
- genug trinken
- Kind zur Schule bringen
- etc.
= Mittels zwei antrainierter Routinen, nämlich 1) regelmäßig vor dem Schlafengehen fünf Seiten zu lesen und 2) nach/zu jeder Mahlzeit ein Glas Wasser zu trinken, kann ich das Ziel verringern oder sogar die Liste kürzen um:
Lesengenug trinken
Das bedeutet weniger Aufwand als ohne die Verwendung von Routinen. Der eigentliche Punkt zu dem ich kommen wollte - bezüglich des Themas Zeitmanagement ist jedoch die Entscheidungsmüdigkeit.

Entscheidungsmüdigkeit.
Warum fällt es uns schwer eine Liste mit verschiedenen Aufgaben vollständig zu bearbeiten?
Wissenschaftler haben herausgefunden, dass es eine Entscheidungsmüdigkeit gibt. Stelle Dir Deine Disziplin und Deine Willenskraft wie ein Bankkonto vor. Am Beginn des Tages hast Du einen Betrag X auf Deinem Konto. Durch das Frühstück erhältst Du Kraft für den Tag und tätigst damit eine Einzahlung. Jede Entscheidung, die Du triffst, sei es bewusst („Was ziehe ich heute zur Arbeit an?“) oder unbewusst („Nutze ich zuerst die Toilette oder putze ich erst die Zähne?“) führt zu einer Abbuchung auf diesem Konto. Im Verlaufe des Tages treffen wir laut Verhaltensforschern 20.000 Entscheidungen. Am Ende des Tages, oder auch früher, wirst Du diese Müdigkeit bemerken. Vielleicht wirst Du unaufmerksam, es fällt Dir schwerer Dich auf eine Tätigkeit zu konzentrieren oder Du bist erschöpft und emotional empfindlicher. Aufgaben, die Du nun erledigen willst, werden zu einem Ding der Unmöglichkeit. Das ist vollkommen normal. Es ist jedoch wichtig, dies zu berücksichtigen, wenn wir von Veränderungen sprechen. Veränderungen sind Entscheidungen und kosten Energie. Diese Entscheidungen erfordern Handlungen, diese kosten auch Energie. Das Gute ist: es gibt ein Schlupfloch. Eine Art Systemfehler im Programm, beziehungsweise eine Funktion, die es uns ermöglicht, unser Bankkonto mit weniger Abbuchungen zu belasten, als notwendig.
Diese Funktion nennt sich Routine (siehe 1b). Durch die Routine wird eine entsprechende Tätigkeit zur Gewohnheit. Dies hat zur Folge, dass die Ausübung dieser Tätigkeit nun deutlich weniger Energie benötigt, als zuvor.

Gewohnheiten

In den kommenden Tagen poste ich wiederkehrend verschiedene Anregungen für Routinen oder auch andere Texte, die das Ziel verfolgen, das Leben einfacher und angenehmer zu gestalten - sofern ich Dich für dieses Thema begeistern kann und dein Interesse geweckt habe.
Manche Übungen/Aufgaben in den Texten erfordern Konzentration, Disziplin und Willenskraft. Wenn Du es geschafft hast, Dir neue Gewohnheiten anzueignen und bestenfalls unerwünschte abzulegen, dann kannst Du beispielsweise auch am Ende eines langen Tages noch fünf Seiten in Deinem Lieblingsbuch lesen oder meditieren. Weil es eine Gewohnheit geworden ist. Einer festen Gewohnheit nicht nachzugehen fühlt sich schlecht an. Bist Du schon einmal aus dem Haus gegangen ohne die Zähne zu putzen? Damit es zur Etablierung von Gewohnheiten kommt, benötigst Du Überzeugung, die Du hast, denn Du folgst einem Wunsch und Du brauchst Ausdauer (Disziplin).

Übrigens mittels Gewohnheiten lässt es sich auch einfacher gestalten, das Rauchen aufzuhören, den Kaffeekonsum einzuschränken oder auch andere, unliebsame, Tätigkeiten zur Strecke zu bringen. Wie? Ersetze deine bisherige, unerwünschte, Gewohnheit, durch eine weniger schlimme oder sogar angenehme Gewohnheit. Viel Erfolg!

Dauer
Eine Gewohnheit im Leben zu etablieren erfordert ungefähr 30 bis 60 täglich aufeinanderfolgende Ausführungen selbiger. Eigener Erfahrung nach, liegt die Dauer bei 60 bis 120 Tagen. Hierbei kann es sich um einfache Dinge handeln, wie beispielsweise Zahnseide zu verwenden, täglich zu meditieren, auf regelmäßiger Basis zu lesen oder ähnliches.
Ich wünsche Dir ein großartiges Wochenende und erholsame Tage. Lass es Dir gut gehen & viel Erfolg bei der Umsetzung deiner nächsten Routine!
Dein

Welche Handlung würdest Du gerne, auf regelmäßiger Basis, in den Alltag integrieren?
Schreib es mir in die Kommentare und lass mich gerne auch wissen, welche Themen dich in diesem Zusammenhang besonders interessieren.
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