Vor einigen Tagen berichtete ich darüber, dass der Kreditanbahner "Aforti" aus Polen bei Mintos auf Grund von ausbleibenden Zahlungen auffiel und sofort vom Handel ausgesetzt wurde. Dies ist normalerweise der Fall, wenn es um eine drohende Insolvenz geht um zu verhindern, dass die Anleger bei Mintos noch mehr Geld reinstecken.
Ärgerlich natürlich für jene, die bereits entsprechende Kredite haben. Frei nach dem P2P-Motto "No risk, no gain!" kann man nicht mit hohen Zinsen ohne Risiken rechnen. Das Risiko für einen Ausfall trägt am Ende eben derjenige der sich eingekauft hat. Auch ich steckte mit immerhin 80€ drin, die nun in der Schwebe waren.
Doch aufatmen ist angesagt. Heute verkündet Mintos, dass man mit Aforti übereingekommen sei und wieder Rückzahlungen für die Kredite erfolgen soll. Wer also Aforti-Kredite hat, die sich bereits im Rückkauf befinden, kann wohl aufatmen und sollte bereits die Kohle wieder auf sein Konto haben. Schlechter ist es für jene, die noch laufende Kredite haben. Zwar sollen die Zinsen nun wieder gezahlt werden, der handel am Sekundärmarkt ist aber weiterhin ausgesetzt, so dass man sie nicht abstoßen kann.
Offiziell gab es "technische Probleme" zwischen der IT von Aforti und Mintos und es gab bei dem Cashflow eine Diskrepanz, da ausstehende Salden nicht richtig gemeldet wurde. Hier darf man an der Stelle ein wenig mit den Stirn runzeln, da mindestens bekannt ist, dass auch bei Viventor ein ähnliches Problem aufgetreten ist. Somit bleibt ein Geschmäckle. Allerdings melden auch Investoren von Viventor, dass Zahlungen wieder geleistet wurden.
Was auch immer hier am Ende wirklich schief lief, zumindest gibt es einen Teil des Geldes doch noch zurück. Ob man nun allerdings in nächster Zeit gewissenlos wieder Kredite dieses C+-Anbahners kaufen will, wird primär von den Zinsen abhängen. Für 12% wird es aber von mir erstmal kein weiteres Geld geben...