Das ist mein erster MittwochsQuickie (hach, was ein offenbarender Anfang)
Das Thema Unendlichkeit hatt @nissla heute morgen aufgebracht und ich fand die Idee ganz gut mal wieder was zu schreiben.
Unendlichkeit
Ich habe mir über die Unendlichkeit bisher nur rein rationale Gedanken gemacht. Früher habe ich z.B. Steven Hawkings Bücher gelesen um Zusammenhänge zu verstehen. Wie das Universum aufgebaut ist, was Quantenmechanik ist und was eben Unendlichkeit wo sei. Es geht meist um Distanzen hatte ich so das Gefühl, also das Unendlich... ziemlich weit weg ist und dass dann wenn man das weiterdenkt das Hirn ausschält (so sagte das auch ein entferter Schulkollege damals). Ich habe gelernt, dass Meditation im Grunde zyklisch oder auch unendlich ist. Das Wort OM aneineandergereit OMOMOMOMOMOMOMOM oder eben OOOOOOOOOOOOOMMMMMMMMM OOOOOOOOOOOMMMMMMMMM ist ein unendlicher Meditationszyklus der schon bei den altern Ägyptern den Novizen beigebracht wurde.
Unendlichkeit im Kontext Leben
Unendlichkeit im Kontext des Lebens, bringt irgendwie den Begriff der Reinkarnation mit sich. Die zentralste aller Fragen des Menschen dreht sich ja um Unendlichkeit. Die Frage "Wo kommen wir her?" und "Wo gehen wir hin?" sind wohl die ältesten Fragen der Menschheit. Es gibt Erklärungsversuche, es gibt Menschen die vorgeben Antworten zu haben, Menschen die sagen mit Gott/Engeln oder der Erde selbst zu kommunizieren und von daher angeben zu "wissen", dass wir unendliche Wesen seien.
Mein Unendlichkeitsfazit
Vor fast genau 9 Wochen starb mein Sohn mit 20 Jahren. Es war ein Schmerz der kaum auszuhalten war. Eine Traurigkeit die mich wirklich komplett umgehauen hat. Auf einmal war er weg! Nix mit Unendlichkeit, nichts mit rumschweben und Licht am Ende des Tunnels. Es war nur dunkel, für mich!
Und genau in diesem Moment, dem Moment meiner tiefsten Tiefe im Leben. Als ich von dem loslassen musste was ich meisten auf dieser Erde liebte. Als der Sohn, um den ich 20 Jahre kämpfte, in diesem Kampf ich selbst fast gestorben wäre, auf einmal weg war. Tot, in einer Leichenhalle, im Krematorium, beerdigt ohne das ich da sein durfte auf diesem letzten Weg. Ausgegrenzt und beschimpft. Am Ende. Kapituliert.
Auf einmal explodierte ein tonloser Knall in meinem Kopf und im Herz, drei mal hineteinander berührte er/es mich an der Schläfe, am Kopf. BÄM. und nochmals BÄM. Dann hörte ich "Lass los!'
Ich wusste, ich sah, ich erlebte die Antwort auf die älteste aller menschlichen Fragen. An einem Dienstag morgens um 8:35 Uhr auf unserem Sofa in einem Tsunami voller Tränen, Rotz und Liebe wusste ich, "Wir sind unendlich!"
https://alpha.steepshot.io/post/life/@marchasselbach/einen-baum-fr-meinen-sohn-2018-04-06-16-04-18