Gefühlt ist es schon wieder ewig her, dass ich beim #mittwochsquickie mitgemacht habe - und das Thema „Be real!“ von ist auch schon längst „abgelaufen“. Aber was solls, jetzt hab ich grad Zeit und Lust dazu :)
Generell ist ja das Wort „real“ im Bezug auf Social-Media-Netzwerke spannend, da diese (wenn überhaupt) meist nur einen sehr kleinen Ausschnitt aus dem „realen Leben“ zeigen. In „traditionellen“ Netzwerken wie Instagram und Facebook geht es darum, sich als möglichst schön und attraktiv hinzustellen. Hier auf Steem gilt es eine „Realität“ zu präsentieren, in der man möglichst viel Wert für das Netzwerk darstellt. Wirklich „real“ sind die Leute aber wohl weder hier noch dort. Was hingehen (leider) real ist, ist das Verhalten. Wie auch offline, herrscht Neid und Missgunst um jedes Like und jeden Cent.
Dieses Problematik ist ganz sicher nicht spezifisch auf Steem. Ich glaube nicht einmal, dass sie hier besonders ausgeprägt ist - durch die Transparenz kommt sie einfach deutlich besser zur Geltung.
Der größte Luxus im Bezug auf diese Plattform ist für mich, dass ich mittlerweile „real“ sein kann. Aktuell ist es wirklich zu annähernd 0% die finanzielle Motivation, die mich zum Posten bewegt, sondern rein die Lust am Schreiben. Wenn man einmal weg von dem Gedanken ist, jeden Tag ohne Post als verlorene Einnahmequelle zu sehen, steemt es sich deutlich entspannter :)
Offline bin ich übrigens grade in Sardinien „real“. Es ist wirklich unglaublich hier, so schöne Strände findet man in Europa sonst nur sehr schwer. Was mir ebenfalls extrem gefällt, ist die Tatsache, dass meine aktuelle Lauflust ungebrochen ist! Das obige Foto ist zum Beispiel im Rahmen des gestrigen Morgenlaufes zum Sonnenaufgang entstanden - Spontan wurde sogar ein Halbmarathon daraus 😅
Jetzt kommen wir übrigens bald am nächsten Ziel an, weswegen mein philosophisches Geschreibe nun auch schon wieder ein Ende hat. Ich hoffe, es war erträglich!
In Sinne des Themas - Stay real!
Martin