Die Gemeinschaft die wir heute so preisen könnte ein Urinstinkt sein. Wir leben in Gemeinschaften weil wir schon immer Rudeltiere, waren und weil es mittlerweile zu viele von uns gibt. Früher mag so ein Rudel sinnvoll gewesen sein, es war ja auch mehr Gefahr als Sicherheit in der Welt. Heute kommt die Gefahr aus der Gemeinschaft. Physische Sammelbecken als auch digitale sind für den einen die sichere Herde, für den anderen ist es wie Dynamitfischen in einer Karpfenzucht.
Ist aber eine Einsiedelei die beste Antwort? Absolutes ist selten Gutes. Es erinnert fast ein bisschen an den alten Klassiker Demolition Man: Was sind deine Extreme.
In einer Zeit in der Facebook, Instagram etc. „Freundeskreise“ im vierstelligen Bereich ermöglichen. In einer Zeit, in der jede Person des öffentlichen Lebens seine Fans als Freunde bezeichnet, da ist es für mich an der Zeit seine Gemeinschaft mit Bedacht zu wählen. Ein kleiner aber feiner Freundeskreis. Die andere Gemeinschaft, das Volk, die Erde, nennt es wie ihr wollt, das ist die neue Gefahr. Natürlich nicht jeder, aber warum nicht auch hier auf einen Urinstinkt vertrauen, lieber einmal mehr einen Busch für einen Bären gehalten als umgekehrt. Ich halte die Waage, ein bisschen Misstrauen, neutrale Freundlichkeit, aber Distanz, so überlebe ich in der Wildnis der Gemeinschaft.