Der Spagat zwischen Pragmatismus und Fundamentalismus/Dogmatismus ist meiner Meinung nach sehr entscheidend dafür, wie es zukünftig mit der Realisierung libertärer Ziele in unserer Gesellschaft weitergeht. Ich schreibe seit ein paar Tagen an einem Artikel, der sich mit der aktuellen Problematik "BTW17 - wählen oder nicht?" beschäftigt. Das alleine scheint die Libertären in zwei Lager zu spalten (wobei ich ehrlich gesagt nur eine davon lautstark höre). Eine gewisse Portion Pragmatismus gehört immer dazu, will man Erfolg haben.
Diejenigen, die ihre Dogmen nicht ablegen können, werden von dem Erfolg der "Praktiker" so stark getriggert, dass sie in Neid und Missgunst verfallen und lieber in Schimpftiraden (z. B. Verrat der Werte) übergehen, statt Fehler in ihrem (Nicht-)Handeln zu suchen. Das ist wie eine Abwärtsspirale, bei der sie von mal zu mal fundamentalistischer werden. Eine Gruppe, die in dieser Entwicklung schon sehr weit vorangekommen ist, ist die radikale Linke. Ob es für die Libertären auch so weit kommen soll, kann sich jeder Beteiligte selbst überlegen.
RE: Eine Einführung in libertäre Ideen mit Videos von Stefan Molyneux