Heute geht es um unseren lieben Nachbarn, den Mond!
Genauer gesagt, müssten wir, wenn wir vom Mond sprechen, ihm einen Vornamen verpassen.
Nämlich Erd.
Er heißt also offiziell Erdmond, denn Monde gibt es viele da draußen.
Inspiriert durch ´s Beitrag Der Mond - Extrem Zooming mit der Nikon Coolpix P900(
hat echt tolle Fotos vom Mond gemacht, der klick zahlt sich aus ;)), und weil der Sichelmond gerade so schn am Abendhimmel steht, gebe ich heute ein bisschen einen astronomischen Senf zum Thema Erdmond ab.
Immerhin ist er der kleine Bruder der Erde, unser einziger natürlicher Satellit (lateinisch satelles: ‚Begleiter‘) da draußen. Also kennen wir allerhand Details von ihm, oder meinen sie zu kennen. Ja es waren sogar schon Menschen dort, so heißt es zumindestens in den Geschichtsbüchern.
Der Erdmond
Alter: 4,527 ± 0,01 Mrd Jahre
Größe: 3.476 km (gemittelt)
Gewicht: 7,349 · 10^22 kg (Trilliarden)
Orbitalgeschwindigkeit: 1 km/s
Umlaufzeit: 27,3217 Tage
Siderische Rotation: 27,322 Tage
Entfernung zur Erde: 384.400 km (gemittelt)
... und so weiter und so fort! Auffallend ist jedenfalls, dass Umlaufzeit und Rotation beinahe gleich lange dauern. Daher sprechen wir beim Mond von der gebundenen Roation. Dazu später mehr :D
Falls ihr mit den Zahlen erstmal nichts anfangen könnt, ist das völlig normal, deswegen schauen wir uns doch mal die Zahlen im Vergleich zum Mutterplanet (Erde) an.
Die Erde
Alter: 4,6 Mrd Jahre
Größe: 12.734 km (gemittelt)
Gewicht: 5,974 · 10^24 kg (Quadrillion)
Orbitalgeschwindigkeit: 29,78 km/s
... Umlaufzeit und Rotationsperiode der Erde dürften bekannt sein :p
Was machen wir nun mit diesem frisch erlangten Wissen?
Nun wir können uns einmal veranschaulichen, was eine Entfernung von 380.000 km bedeutet. Unser unmittelbarer Nachbar im Weltall ist rund 1,2 Lichtsekunden von uns entfernt. Die Astronauten der 60er Jahre waren waren gute 72 Stunden, also etwa 3 Tage unterwegs, um dort hin zu gelangen. Eine Lange Reise, wenn man bedenkt, dass sie dann nur für ca 3 Stunden auf der Mondoberfläche waren.
Warum so kurz?
Das Hauptproblem ist die Temperatur. Steht die Sonne im Zenit steigt die Temperatur auf der Mondoberfläche auf etwa 130 °C. In der Nacht hingegen sinkt sie auf −160 °C.
Was ist nun das geringere Übel?
Beides ist doch eher unangenehm. Deswegen haben die Apollo Missionen bei einer tiefstehenden Sonne (also am frühen Mondmorgen bzw Abend) stattgefunden. Was macht man dann, wenn man schon mal dort ist, beim Mond?
Genau, Golf spielen:
Es dürfte allseits bekannt sein, dass der Mond nicht von selbst leuchtet.
Daher können wir den Mond jeden Tag in einer anderen Mondphase sehen.
Je nach Position des Mondes können wir einen zunehmenden Halbmond, Vollmond, abnehmenden Halbmond oder gar keinen Mond beobachten :)
Achtet in der Animation auf die Position der Sonne! Sie ist zwar nicht eingezeichnet, aber wir sehen sowohl bei der Erde als auch beim Erdmond eine beleuchtete Seite und eine nicht beleuchtete Seite, Tag und Nacht.
Der Mond braucht für einen Umlauf um die Erde 27,3 Tage. Genau so lange wie für eine Rotation um sich selbst. Diese gleichmäßigen Geschwindigkeiten haben zur Folge, dass wir immer nur die selbe Seite des Mondes sehen. Wir sprechen von einer gebundenen Rotation
Hinzu kommt noch, dass während der Mond um die Erde läuft, diese sich um die Sonne bewegt, was zur Folge hat, dass wir 29,5 Tage warten müssen um nach einem Vollmond erneut einen Vollmond am Himmel sehen zu können.
Zum Abschluss noch ein Bild von der Rückseite des Erdmondes
(die Seite, welche wir aufgrund der gebundenen Rotation nicht sehen können)
Danke für´s lesen!
TSCHÜSS
source
Bei Allgemeinen Verwirrungen fragen Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker!
Fortsetzung folgt, eventuell ;)