Finanzielle Bildung, wie alles begann!
Vor etwa 1.5 Jahren hatte ich ein Erlebnis, das meine Weltanschauung sehr stark beeinflusste.
Damals war ich Hundemami und Gott, wie ich diesen Stinkstiefel geliebt habe.
Mein Herz auf vier Pfoten
Wir haben Mylo von einer kleinen Familie übernommen, als er 6 Monate alt war und hatten keinen blassen Schimmer, was uns mit dieser Entscheidung blühen sollte.
Beim Tierarzt stellte sich schnell heraus, dass mit seinem Impfpass etwas nicht stimmte, genauso mit dem ganzen Hund an sich...
Die Kurzfassung:
Das Tier stammte aus Polen, der Tierarzt, der den Pass ausgestellt haben sollte, existierte gar nicht und die Vorbesitzer haben Mylo auf Ebay-Kleinanzeigen gekauft und weggegeben, weil er aggressives Verhalten zeigte.
Wir sind mächtig verarscht worden und wie die Deppen drauf reingefallen.
Nun sassen wir also da, mit einem sehr schwierigen Hund.
Untergewichtig, mangelernährt, null sozialisiert, total überfordert mit der Welt und einfach verhaltensauffällig.
Was für uns niemals in Frage kam war, ihn einfach wieder wegzugeben, nur weil es schwierig wurde. Sowas macht man einfach nicht, wenn man eine solche Verantwortung an nimmt und A sagt, dann gehört es für mich dazu auch das ganze Alphabet bis Z anzunehmen.
Wir probierten also diverse Trainer aus bis wir den richtigen hatten mit dem es funktionierte. Wir fuhren 2 mal im Monat 100 Km, nach Aachen, weil dort eine Spezialistin für verhaltensauffällige Hovawarte (Mylos Rasse) arbeitet.
Wir bezahlten einen Privattrainer, der mit uns alleine arbeitete, nicht auf einem Platz, sondern genau dort, wo es schwierig war.
Ein halbes Jahr später, stellte sich heraus, das der Hund viel kränker war, als wir dachten.
Er hatte eine Schilddrüsenunterfunktion, die zu Hormonschwankungen führte, was ihn in bestimmten Momenten sehr gefährlich machen konnte, während er 5 Minuten vorher noch der liebste Hund der Welt war.
Er brauchte viele Blutuntersuchen, täglich 3 mal sein Medikament...
Und am Ende, nach 3 Situationen in denen er für 1-2 Minuten völlig außer Kontrolle und nicht mehr ansprechbar war, stellte sich heraus, dass er einen Tumor hatte, der auf sein Aggressionszentrum drückt, und diese Anfälle ausgelöst hat.
In diesen 3 Momenten hatte er wie einen epileptischen Anfall während dem er versuchte, alles was im selben Raum war zu töten.
Wir sind heute noch sehr dankbar, das immer nur wir anwesend waren und nie Freunde oder andere Menschen und das wir nicht nachhaltig verletzt wurden. Zwar mussten wir 2 mal direkt auf den Notfall wegen den Bisswunden aber es hätte schlimmer kommen können.
Im Mai 2016 mussten wir ihn einschläfern lassen.
Ich kann euch eins sagen, das war eine unglaublich schwierige Zeit für mich, ich liebte dieses Tier so sehr und es brach mir immer wieder das Herz.
Ich dachte mehrmals, ich bekomm eine Depression, weil ich weit über meine Grenzen kam und nicht mehr konnte.
Worauf ich aber hinaus möchte, ist etwas ganz Anderes.
Mylo hat unfassbar viel Geld gekostet. In einem Jahr haben wir für diesen Hund fast 7000 Euro ausgegeben, was wirklich jenseits war ... ich kam schnell an meine finanziellen Grenzen. Manchmal wusste ich gar nicht mehr, wovon ich uns beiden noch Essen kaufen soll. Kauf ich seine Medis, zahl ich den Tierarzt oder kauf ich Nahrung für uns?
Dennoch war es keine Option, ihn wegzugeben.
Ich musste unbedingt meine Finanzen in den Griff bekommen und hatte keine Ahnung, wie das geht.
Mein ganzes Leben lang wusste ich nur, ich kann nicht mit Geld umgehen und werde immer pleite sein.
Das war ein Glaubenssatz, den ich mit 7 Jahren angenommen hatte, bei meinem ersten Taschengeld.
Ich stand mit strahlenden Augen und zwei Händen voller Süßigkeiten vor meinem Stiefvater, wollte ihm stolz zeigen, was ich alles mit meinem 1. Taschengeld erworben hatte. Er schaute mich mit diesem verachtenden Blick an, schüttelte den Kopf und stellte klar, dass ich so immer bettelarm bleiben würde. Genau wie meine Eltern würde ich es nie zu etwas bringen und immer arm bleiben.
Ich nahm mir seine Worte sehr zu Herzen.
So sass ich nun da, den Hund neben mir und heulte mal wieder Rotz und Wasser weil ich nicht vor oder zurück wusste. Aber auf einmal wurde mir bewusst, ich musste anfangen etwas zu verändern.
Ich ging auf Google und gab Folgendes ein.
Na gut, zuerst stieß ich auf reichlich Müll... aber dann, wurde es besser.
Ich fing an, mich finanziell zu bilden.
Folgende Bücher waren für mich essenziell und wirklich unglaublich bereichernd.
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Zum ersten Mal wurde mir mein Konsumverhalten wirklich bewusst.
Ich erkannte, warum ich dauernd Geld ausgab.
Einerseits um meine unzufrieden zu kompensieren, mit einem Glücksgefühl während des Kaufes und andererseits um meine ständig herrschende Langeweile vom Alltagstrott mit etwas Neuem aufzulockern.
Aber diese beiden Faktoren waren oberflächlich.
Mir wurde bewusst, wie tief die Verletzung meines Stiefvaters sass und das ich jeden Überfluss sofort für unnötige Dinge ausgab um wieder pleite zu sein. Ich hab unbewusst alles getan um seine Prophezeiung auch ordentlich zu erfüllen.
Ich erkannte, dass Überfluss nur dann entstehen kann, wenn man seine Ausgaben in den Griff kriegt und übte es, Kaufentscheidungen hinauszuzögern um eine Entscheidung außerhalb des aktuellen Gefühlsrahmens treffen zu können.
Ich lernte immer mehr über Geld und darüber, warum ich keins habe.
Heute habe ich mich komplett um 180 grad gedreht und arbeite an meiner finanziellen Freiheit.
Eines kann ich euch sagen.
Unsere Gesellschaft bringt uns bei, dass es völlig normal ist, täglich neue Güter zu erwerben (außerhalb von der Ernährung) und die Werbeindustrie fördert unser Verlangen.
Es ist auch völlig normal, sich Dinge auf Pump zu kaufen und tatsächlich können viele Menschen finanzielle Verpflichtungen nicht von Investitionen unterscheiden.
Wir sind so beeinflusst von unserer Gesellschaft, dass wir unseren Konsum gar nicht mehr in Frage stellen und uns auch niemals überlegen, wer davon profitiert, wenn wir uns bettel-arm kaufen.
Viele Schulden gelten ja nicht einmal mehr als welche. Sich ein Handy oder Auto Liesen, das sind doch keine Schulden. Sich ein Haus kaufen um darin zu wohnen, das sind auch keine Schulden, das ist für viele ein Investment.
Mir wurde klar, das ich mich selber manipuliere mit meinem übermäßigen und unnötigen Konsumverhalten und das ich so mein finanzielles Leben nie in den Griff bekomme.
Sagt mir doch bitte, habt ihr Lust, mehr über Geld zu reden??? Falls ja, lasst mir doch bitte einen Kommentar da, darüber freue ich mich sehr.
Falls nein, sagt mir auch Bescheid, sonst kommt evtl. doch ein Artikel dazu, weil ich einfach bock drauf hab.