Es ist mal wieder Zeit für den Film der Woche – oder sagen wir, die #Montagsmeinung.
Diesmal handelt meine Rezension nicht von einem aktuellen Kinofilm sondern von einem Streifen, der auf Netflix zu sehen ist, weil wir schlichtweg die Kinozeiten verpeilt haben und deswegen zu Hause geblieben sind. Na dann machen wir das beste draus. Es muss ja nicht immer ein Kinofilm sein und eine bunte Mischung macht's ja bekanntlich nicht wahr? ;-)
Heute möchte ich euch den Film "Bright" vorstellen und meine Meinung kundtun. Wie bei meiner letzten #Montagsmeinung zum Film Downsizing zunächst einmal ein kurzer Anriss der Handlung:
Um was geht es in dem Film Bright:
Bright ist ein Fantasy-Action Film, der den Zuschauer in eine Welt entführt in der Menschen, Orks, Feen und Elfen scheinbar friedlich nebeneinander wohnen und arbeiten können. In der Hauptrolle der menschliche Polizist Daryl Ward (gespielt von Will Smith) und sein Orkkollege Nick Jakoby (gespielt von Joel Edgerton) die gemeinsam mit Elfin Tikka einen wunscherfüllenden Zauberstab vor dem Bösen schützen.
Neben zahlreicher Action-Szenen kommen die Protagonisten ständig mit Vorurteilen und Diskriminierungsfragen in Berührung die ihnen beinahe ihre Freundschaft und auch das Leben kosten.
Was der Film in mir auslöste:
- Eine Sehnsucht nach Herr der Ringe.
Ja wirklich! Bright ist der erste Film nach Herr der Ringe und der Hobbit den ich gesehen habe, der sich ebenfalls mit Orks, Feen und Elfen gleichzeitig beschäftigt. Dadurch wurde ich trotz der absolut unterschiedlichen Handlungsstränge unweigerlich immer wieder an die große Filmreihe erinnert.
- Abgesehen davon empfand ich den Film als angenehmen Actionstreifen mit hin und wieder witzigen Sprucheinlagen.
- Doch auch Bright ist genauso wie Downsizing vom Tiefgang eher mal wieder eher ernüchternd und die ständig herrschende Dunkelheit war nicht immer ein Vorteil.
- Das Thema Diskriminierung ist demnach nur oberflächlich angekratzt worden. Obwohl Bright mehrfach auf diesen Sachverhalt zurückgreift fehlt wieder einmal jegliche tiefere Identifizierung mit den Protagonisten um das Thema als Zuschauer überhaupt greifbar zu erleben.
Diesmal jedoch fand ich das weitaus weniger schlimm als bei Downsizing, da der Film neben seinem fehlenden Tiefgang trotz allem mit seinen Fantasyfiguren überzeugte.
- Die Aufmachung der einzelnen Wesen hat mir sehr gefallen. Die Maske hat hier gute Arbeit geleistet. Jeder Charakter hatte seine eigenen Stärken und Schwächen, die gut herauskristallisiert wurden.
- Außerdem wurde die stets stärker werdende emotionale Bindung zwischen Daryl, Nick und Tikka wunderschön herausgearbeitet.
- Das absolute Highlight für mich waren dabei allerdings mal wieder einige Sprüche die mich zwischendurch tatsächlich laut zum lachen brachten.
Ein Beispiel:
Am Ende einer gewaltigen Actionszene, als plötzlich alle bis auf die männlichen Hauptdarsteller sich durch eine Explosion in Rauch aufgelöst haben fand folgendes Gespräch statt: (in etwa – soweit ich das in Erinnerung habe, keine 1 zu 1 Zitate)
Daryl: "Where are everybody?"
Nick: "I think we've breath them all in"
Für mich war das total unerwartet und ich fand das in der Situation einfach genial! Solche Momente konnte man immer mal wieder erleben. Wenn man genau aufpasst, und drauf steht, ist das herrlich und lockert die dunkle Actionstimmung ungemein auf.
Was mich irritiert hat
Ich weiß nicht ob es anderen die den Film gesehen haben genauso ging wie mir - aber eine Sache fand ich irgendwie als irritierend:
Menschen, Orks, Feen und Elfen leben gemeinsam in einer friedlichen Welt?! Und wollen das trotz Komplikationen scheinbar auch irgendwie so? Das verstehe ich ja noch. Und das es trotz allem Bösewichte gibt, auch. Denn auch in der normalen menschlichen Welt gibt es beide Seiten.
Wenn man aber doch in einer Welt lebt in der verschiedene Wesen nebeneinander friedlich leben – wieso ist es dann erlaubt im eigenen Vorgarten öffentlich eine Fee umzubringen?
Das hab ich nicht ganz verstanden und empfand es ein bisschen als irritierend. Vielleicht sind Feen aber in der Welt von Bright auch eher zu vergleichen mit Spinnen und Insekten in unserer Welt ....
Fazit:
Wie dem auch sei. Bright war ein guter Streifen, wenn man auf solche Filme steht und obwohl er nicht zu meinen Lieblingsfilmen zählt würde ich ihn wieder sehen weil es in dem Film wohl mehr zu entdecken gibt als was man beim ersten mal ansehen überhaupt wahrnehmen kann.
Würde ich Sterne verteilen hätte der Film 4 von 7 Sternen.
Bis zur nächsten Montagsmeinung ;-)
PS: An dieser Stelle nochmal ein PS an die lieben Schreiber und
. Ihr seid doch zwei Fantasyliebhaber so wie ich das mitgekriegt habe. Den Film könnt ihr definitiv mal ansehen und falls ihr weitere gute Streifen in die Richtung kennt, gerne ab damit in die Kommentare :-D