Litha (ausgesprochen "LITH-ah") ist einer der Lesser Wiccan Sabbats und wird normalerweise am 21. Juni gefeiert, variiert aber etwas vom 20. bis zum 23. Juni, abhängig von der Erdrotation um die Sonne.
Nach dem alten volkstümlichen Kalender beginnt der Sommer zu Beltane (1. Mai) und endet zu Lughnassadh (1. August), wobei die Sommersonnenwende in der Mitte zwischen den beiden liegt und die Mitte des Sommers markiert. Dies ist logischer als die Annahme, daß der Sommer an dem Tag beginnt, an dem die Kraft der Sonne nachläßt und die Tage kürzer werden.
Das Litha-Sabbat ist eine Zeit, um sowohl Arbeit als auch Freizeit zu feiern, es ist eine Zeit für Kinder und kindliches Spiel. Es ist eine Zeit, um das Ende des zunehmenden Jahres und den Beginn des abnehmenden Jahres zu feiern, in Vorbereitung auf die kommende Ernte. Mittsommer ist eine Zeit, um die wärmenden Strahlen der Sonne aufzunehmen und es ist ein weiterer Fruchtbarkeitssabbat, nicht nur für Menschen, sondern auch für Pflanzen und Tiere.
Wiccans betrachten die Göttin als schwer schwanger von der Paarung zu Beltane - ihr wird Ehre erwiesen. Der Sonnengott wird gefeiert, da die Sonne auf ihrem Höhepunkt am Himmel steht und wir seine nahende Vaterschaft feiern - auch ihm wird Ehre zuteil. Die Feen tummeln sich zu dieser Zeit und es ist üblich, ihnen am Abend Opfergaben - wie Essen oder Kräuter - zu hinterlassen.
Der Zyklus der Fruchtbarkeit hat sich in vielen Göttergestalten ausgedrückt. Ein Götterpaar, das sich von den frühen heidnischen Zeiten bis zur modernen Folklore erhalten hat, ist der Eichenkönig und der Stechpalmenkönig, die Götter des zunehmenden bzw. des abnehmenden Jahres. Der Eichenkönig regiert von Mittwinter bis Mittsommer - die Zeit der Fruchtbarkeit, der Expansion und des Wachstums; während der Stechpalmenkönig von Mittsommer bis Mittwinter regiert - die Zeit der Ernte, des Rückzugs und der Weisheit.
Sie sind die hellen und dunklen Zwillinge, wobei jeder das alternative Selbst des anderen und somit eins ist. Jeder repräsentiert eine notwendige Phase im natürlichen Rhythmus, deshalb sind beide gut. An den beiden Umschaltpunkten treffen sie sich symbolisch im Kampf. Der ankommende Zwilling - der Eichen-König im Mittwinter, der Stechpalmen-König im Hochsommer - "erschlägt" den abgehenden. Der besiegte Zwilling gilt aber nicht wirklich als tot - er hat sich während der sechsmonatigen Herrschaft seines Bruders lediglich zurückgezogen.
In der Mittsommernacht sind Feld- und Waldelfen, Kobolde und Feen in großer Zahl anwesend - eine gute Zeit, um mit ihnen zu kommunizieren. Litha gilt als eine der besten Zeiten, um Magie aller Art auszuführen, denn sie wird als eine Zeit großer magischer Kraft angesehen.
Besonders effektive Magie und Zauber zu dieser Zeit beinhalten die Ausführung von solchen für Liebe, Heilung und Wohlstand. Für Ihre Türe einen Kranz mit gelben Federn für Wohlstand und roten Federn für Sexualität anfertigen - ineinander verschlungen und mit Efeu zusammengebunden.
Dies ist auch eine sehr gute Zeit, um Segnungen und Schutzzauber für Haustiere oder andere Tiere durchzuführen.
Rituelle Handlungen für Litha könnten das Aufstellen eines blumenumrankten Kessels auf Ihrem Altar, das Eintauchen des Schwertes (oder der Athame) in den Kessel, das Springen von Ballenfeuer (im Freien) und das Sammeln und Trocknen von Kräutern beinhalten. Die Kräuter können über dem rituellen Feuer im Freien getrocknet werden.
Über das Lagerfeuer springen, um sich zu reinigen und neue Energie zu gewinnen.
Rituelle Spiegel verwenden, um das Licht der Sonne oder die Flammen des Feuers einzufangen
Die Bilder stammen von Sulamith Wülfing, einer der besten deutschsprachigen Malerinnen und Illustratorinnen des 20. Jahrhunderts - die nur leider kaum jemand kennt ..