Wir leben im 21 Jahrhundert und wer eine Meinung hat, der soll auch offen dazu stehen. Diese und andere Aussagen in diese Richtung hört man leider immer wieder - und mit ihnen die Forderung auf eine Klarnamenpflicht im Internet.
Keine Lust auf Hass
Meistens kommt als ein Argument der Hass, der durch Anonymität entsteht. Man kann andere Beleidigen, Bedrohen und vieles mehr, ohne das es auf einen selbst zurückfällt. Dazu kommen Social Bots usw., die angeblich die Meinung beeinflussen. Zum Thema Social Bots kann ich an dieser Stelle den Twitteraccount von Professor Florian Gallwitz empfehlen, welche Rolle sie eigentlich in den sozialen Netzwerken ausmachen. Gut es gibt in begrenzten Maße die Möglichkeit Likes oder Follower zu kaufen aber was bringt es?
Und selbst bei Hass bringt es nichts, die Plattform auf der ich bisher den meisten Hass erlebt habe war Facebook und dort agieren die meisten unter ihrem Klarnamen, es ist z.b. auch in Südkorea wo es bereits eine Klarnamenpflicht gibt nicht besser wenn es um Hasskommentare geht. Dagegen hilft nicht viel, es gibt einfach überall Idioten.
Priviligierte Forderung
Von wem kommt die Forderung nach einer Klarnamenpflicht? Meistens von Politik und Unternehmen die mit Werbung Geld verdienen, gut dann gibt es da noch einen gewissen Menschen der auch an dieser Blockchain beteiligt war und keine Lust auf Bots hat, ja die können hier auch nervig sein aber man erkennt sie leicht.
Aber was bedenken all diese Leute nicht? Sie bedenken nicht das es Gefährlich sein kann mit seinen Klarnamen zu arbeiten, sei es jetzt als Linker unter Rechtsextremen oder als Rechter unter Linksextremen, als Journalist im Umfeld der organisierten Kriminalität oder ganz einfach als jemand der einen seltsamen Ausschlag am Hoden hat. In all diesen Fällen kann das Handeln unter Klarnamen zu Problemen führen - und dafür ist die Anonymität ja da, um sich selbst schützen zu können.
Bewahren wir uns die Anonymität
Bewahren wir uns doch die großartige Möglichkeit anonym zu bleiben, nur so kann sichergestellt werden das jeder erstmal gleich ist, es ist egal wo man im ersten Moment herkommt, wer man eigentlich ist. Es erlaubt den anderen nur nach seinen Taten und nicht nach seiner Geschichte zu beurteilen.