Ich war des Donnerstags Abends in der Kalkbergarena in Bad Segeberg, und hatte euch kurz bevor es los ging schon einige Fotos geschickt, nun wollte ich euch auch noch die Bilder des eigentlichen Spektakels nachliefern.
Heute und morgen gibt es die letzten vier Vorstellungen noch zu sehen.
Das schauspiel war großartig, gefiel mir besser als das letztjährige aber wir saßen im Block A nicht so günstig wie in den Blöcken C und D. Das nur vorausgeschickt, wenn ihr euch für das Live Theater interessieren solltet.
Es ist auch zu merken, dass das ganze Schauspiel auf der Bühne sich zu 80 % vor dem Block C abspielt. Mir wurde schnell klar warum. Die Leute in Block C zahlen mehr als die Zuschauer in den anderen Blöcken.
Aber ich will den Block A jetzt nicht schlechtreden. Wir saßen in der vierten Reihe und hatten sogar die Gelegenheit von links an der Bühne eben diejenigen Schauspieler hautnah zu sehen, die in Baumanns Shop ein- und ausgingen. Und das war echt oft, denn der Sohn des Bärenjägers war Martin Baumann und dessen Vater versucht mit seinem Shop sich eine Existenz aufzubauen.
Ich schicke euch mal einige Bilder voraus, damit ihr seht was ich meine. Wir konnten in die Gesichter der Schauspieler sehen, was den meisten Zuschauern die hinter uns saßen, egal in welchen Blöcken und auf welchen Rängen, wahrscheinlich verwehrt blieb.





Die diesjährige Geschichte ist schnell erzählt und wird dem ganzen Spektakel eigentlich nicht gerecht, denn wer ein wenig Vorstellungskraft besitzt welcher Aufwand dahinter steckt so eine gigantische Bühne zu bespielen, mit so vielen Darstellern, Pferden, Kostümen und Feuereffekten, der weiß das die Eintrittskosten nicht zu hoch sind.
Es geht also um den Sohn des Bärenjägers Martin Baumann der des Mordes an seinem Indianer Freund beschuldigt wird, obwohl er diesen Mord nicht begangen hat. Dieser Indianer wurde von einem anderen Indianer getötet, der gegen die weißen Siedler Krieg führen und diese ins Meer zurück werfen möchte. Denn schließlich lügen alle Weißen und besetzen indianisches Land.
Wie ihr euch vorstellen könnt, ist Winnetou kein Freund von diesem Plan und fordert im Indianerrat eine Abstimmung. Diese wird gleich zu Beginn des Schauspiels abgehalten und Winnetou kann die Abstimmung für sich gewinnen. Es wird also kein Krieg geführt!
Das verärgert natürlich den Indianer, dessen Name ich jetzt nicht mehr weiß, und er sinnt darauf wie er seinen Plan doch noch umsetzen kann, um Krieg gegen die Weißen zu führen. Da kommt es ihm ganz gelegen das Messer des Martin Baumann bei einer kleinen Auseinandersetzung zu ergattern. Nun brauchen wir nicht mehr viel Vorstellungskraft was anschließend passiert.
Der kriegwollende Indianer ersticht den Freund von Martin Baumann und schiebt diesem den Mord in die Schuhe.
Es ist natürlich auch Absicht, dass der ermordete Indianer nicht zufällig auch der Sohn eines berühmten Indianerhäuptlings ist, der mit Winnetou befreundet ist und sich auch noch für den Frieden ausgesprochen hat.
Nun da jetzt sein Sohn vermeintlich von Weißen getötet worden ist, ruft er auch zum Krieg auf und damit kippt das anfängliche Abstimmungsergebnis von 3 zu 2 für Frieden auf 3 zu 2 für Krieg.
Winnetou und auch Old Shatterhand sind natürlich bemüht dennoch den Frieden zu bewahren im Wilden Westen und können sich nicht vorstellen, dass der Mord von Martin Baumann begangen worden ist, womit sie insgeheim natürlich recht behalten sollen.
In der Zwischenzeit entspannt sich auch eine Liebesgeschichte zwischen Martin Baumann und einer Schauspielerin die durch den Wilden Westen reist und eigentlich nach Washington auf die Bühne möchte.
Und wie immer gibt es in dem Plot auch was zu lachen. Die beiden Witzfiguren in dieser Geschichte sind diesmal ein italienischer Maler und ein schweizerischer Käsereibesitzer. Beide erheitern das Publikum in einem Dutzend Szenen.
Aber einer der schönsten Lachmomente war, als Winnetou und Old Shatterhand sich zum ersten Mal begegnen und das Pferd von Winnetou anfängt zu äppeln. Ihr könnt euch vorstellen, dass das Gelächter beim Publikum groß war und großartig war auch die Art und Weise wie die beiden Schauspieler damit umgegangen sind. Sie bauten die Situation gekonnt in ihren Text ein und sorgten natürlich für weitere Lacher beim Publikum. Ich liebe diese Art der Improvisation.
Das Ende der Geschichte geht natürlich gut aus, es kann aufgeklärt werden, dass der Mord nicht von Martin Baumann begangen wurde und der dafür verantwortlich Indianer wird von Winnetou durch die Berge gejagt und stürzt dabei ab und stirbt.
Aber bis dahin wird sehr viel geschossen und Gebäude zum Explodieren gebracht. Wenn man in den ersten Reihen sitzen darf, dann wird es sehr warm. ;)) Und wer sehr schreckhaft ist, kommt hier auch auf seine Kosten. ;))
Lasst mich zu guter Letzt noch einige weitere Fotos posten zur visuellen Untermalung meines Textes.
Bis dahin!

Die anfängliche Abstimmung von der ich gesprochen habe.

Gekämpft wird im übrigen sehr häufig.

Winnetou. Endlich!

In diesem Tohuwabohu verliert Martin Baumann sein Messer, mit dem der zu sehende Indianer später dessen Freund umbringt.

Darf nicht fehlen im Wilden Westen. Ein Postkutschenüberfall.

Feuer gab es häufig zu sehen und zu spüren.

Der Mörder!

Hier werden wir gerade Zeuge seiner abscheulichen Tat.

Und hier sehen wir wie sein Plan aufzugehen scheint. Er "findet" das Messer neben dem Opfer und kann dem Freund weiß machen, dass Martin Baumann der Mörder sein muss.

Eine Liebesgeschichte bahnt sich an.

Zwei Witzbolde unter sich.

Der ermordete Sohn wird dem Vater dargebracht. Die Zeichen stehen num auf Sturm.

Zu allem Überfluss stecken auch noch als Apachen verkleidete Indianer das Dorf des Indianerstammes an, die das Mordopfer zu beklagen hat. Damit will der Mörder bewirken, das nicht nur Krieg gegen die Weißen geführt wird, sondern das auch Winnetou ins Fadenkreuz des Hasses gerät. Denn Winnetou ist ein Apache.

Süß! Dieses Jahr war zum ersten Mal ein echtes Stinktier mit von der Partie.

Beratende Freunde.

Ein Weißkopfadler soll dabei helfen, die richtige Entscheidung zu treffen.

Baumanns Farm und Shop werden angegriffen.

Der Angriff hinterlässt seine Spuren.

Die Angreifer feiern ihren Sieg.

Die Liebe scheint echt zu sein.

Winnetou und Old Shatterhand geraten zwischen die Fronten.

Und wieder muss Winnetou kämpfen.

Das ganze steuert jetzt auf seinen Höhepunkt zu. Der Verbrecher wurde enttarnt und wird nun gejagt, um ihn zu ergreifen.

Die Jagd endet spektakulär mit dem Tod des Delinquenten.

Der Friede ist nun wieder hergestellt und Winnetou und Old Shatterhand gehen nun wieder getrennte Wege.

Abschlussfeuerwerk!