Sport Frei ! – Wann ist sportlich denn eigentlich sportlich?
Hey Steemit,
Ich wollte mal querschlagen und meinem sonstigen Themen und Interessen Gebiet hier auf der Chain entfliehen indem ich einfach mal etwas aus dem Nähkästchen plaudere.
Sport machen ja bekanntlich „sportliche“ Leute… ?!
Ist das denn wirklich so? Wie definiert sich „sportlich“ denn eigentlich? Machen wir dass an der Optik unseres Gegenüber fest… du siehst aber „Sportlich aus“ oder „Mensch, du bist bestimmt ne Sportskanone“. Solche Aussagen kennt man ja.
Natürlich gibt es zum einen den Leistungssportbereich. Mal abgesehen von reinen Kraftsportlern sehen sie meisten Leistungssportler ja doch eigentlich immer auch sehr „sportlich“ aus. Irgendwie sportlich definiert eben. Ob das nun Schwimmer, Fußballer oder Badmintonspieler sind ist eigentlich schnuppe, man sieht es ihnen doch meistens ihre Sportlichkeit an.
Aber ist das nun die Definition von „sportlich sein“ !?
Ich wiege aktuell knapp 100 Kilo. Das hat verschiedene Gründe und soll jetzt auch gar nicht Thema sein. Ich habe schon immer einen eher kompakten Körperbau gehabt und war noch nie die „Lauch“-Statur.
Sicherlich habe ich hier und da doch etwas mehr Muskelmasse, durch die körperliche Arbeit, als ein reiner Schreibtischtäter der in seiner Freizeit joggen geht, aber größtenteils habe ich einfach nur gut zugelegt in den letzten Jahren.
Meine Affinität zu guten Speisen und meine Abhängigkeit zu Bier tun ihr übriges. ( letzteres gehe ich btw. gerade sehr aktiv an, Wasser frei ! )
Hockey
Trotz alledem übe ich 2-3 mal die Woche Sport aus. In den Trainingseinheiten auch oft bis an die Grenzen meiner Leistungsfähigkeit.
Ich spiele seit einigen Jahren in einer Amateurmannschaft (bestehend aus ehemaligen Aktiven Spielern und Amateuren wie mir ) Feldhockey ( Olympisches ). Angefangen als Abwehrspieler mit Reichweiten bis übers Mittelfeld stehe ich mittlerweile als zweiter Goalie immer öfters auch im Kasten.
Über das Jahr verteilt nehme ich an die 7 -10 Turniere wahr an denen ich zusammen mit Sportfreunden teilnehme. Extra Trainingseinheiten als Aushilfe in den Leistungssportkadern unseres Vereins nehme ich gern und dankend an!
Abgesehen vom technisch anspruchsvollen Charakter unseres Sports verlangt er viel vom Körper. Nicht ohne Grund wird Hockey auch gern liebevoll “ Bückeball“ geschimpft. Gelenke und Rücken werden massiv beansprucht, kombiniert mit schnellen Sprint und schlagartigen Stopp oder Richtungswechselnden Bewegungen ( in gebückter Haltung :D ) …
Trotz meiner aktuell knapp 100 Kilo fühle ich mich aber trotzdem Leistungsfähig ( mehr als manch anderer mit weniger auf den Rippen , ohne überheblich wirken zu wollen ) . Konditionell ist sicherlich immer Luft nach oben, aber ich habe nicht das Empfinden das mein Körper nicht dem gewachsen ist was ich von ihm fordere wenn es drauf ankommt. Meine Beweglichkeit ist nicht eingeschränkt und ich brauche nach 30 Minuten auch kein Sauerstoffzelt.
Hier mein liebstes Video => Goalkeeper are awesome ! <3
Skateboarding
Neben dem Hockey fahre ich noch leidenschaftlich gern Skateboard. Leider nicht annährend so gut wie ich es gern wollte aber es macht einfach nur Bock auf dem Deck durch den Park zu rollen und immer wieder in kleinen Schritten dazuzulernen. Beim Skaten merke ich mein Gewicht allerdings doch deutlich(er).
Während rollen und Flatlandtricks nicht so kräftezehrend sind merke ich selbst bei einfachen Ollie´s oder FS180´s wie die Schwerkraft dagegen arbeitet meinen Körper schnell und zackig abheben zu lassen und wie sie mich dann auch schnell wieder haben möchte… die Mutter Erde.
Während man mit dem Deck während des Tricks genug zu tun hat um sich nicht komplett zu hinzupacken ist der Aufprall auf dem Boden dann doch meist deutlich spürbar. 100 Kilo rasten da einfach ganz anders ein als die gängigen 50-60 Kilo Skater. Sicherlich liese sich das ein Stück weit kompensieren durch Beinarbeit zb… dafür fehlt mir aber aktuell echt( meistens) der Skill.
Nach 2-3 Stunden auf dem Deck bin ich denn einmal komplett durchgeschwitzt und richtig schön „fertig“.
Ich werde leider nicht mehr an das Niveau herankommen welches ich mir erträume… dafür fehlt mir einfach die Zeit und sicherlich auch ein Stück weit der Jugendliche Leichtsinn. Die Vernunft und mein Körper legen doch öfters ein VETO ein bei so manchen Aktionen die ich mir Kopf so zurechtlege. Nicht zuletzt eine dauerhaft beschädigte Schulter ( Labrum eingerissen ) mahnen mich auch beim Skateboard fahren dann immer wieder zur Vorsicht. Das steht einfach konträr zu Fortschritten die einfach ein gewisses Maß an „Crazyness“ benötigen. Ist nicht zu ändern.
Aber ich kenne nicht viel was mir mehr Freude bereitet als das skaten. mittlerweile zusammen mit meinem Sohn im Park. <3
Weitere Sportaktivitäten
Im Wintersport zieht es mich seit meiner Kindheit aufs Snowboard. Am liebsten Tiefschnee und Freestyle.
...und Im Sommer geht es öfters mal mit den großen "Jungs" aufs Feld für die ein oder andere Partie Paintball. Neben dem Adrenalin begeistert mich hier vor allem das man seine persönlichen Stärken hier besonders gut ausspielen kann. Da ich keinerlei Angst hab mich auch hinzuschmeißen oder in Deckungen oder aus Deckungen heraus zu rutschen habe ich schon so manchen Gegner völlig kalt überascht aus seiner Deckung geholt mit einem spontanem Rush in seine Deckung hinein :-)
Die Quizfrage lautet nun also: Bin ich nun sportlich oder nicht? Wie definiert ihr das? Treibt ihr selber Sport?
Für mich das Wichtigste bei allem was man in seiner Freizeit tut ist jedoch : Es sollte einem Spaß machen und irgendwie erfüllen. Just my 2 Cents
Grüße, Euer Benny