Hallo ihr Lieben,
Als ich im November 2016 meinen Freund kennenlernte, hatte ich nie besonders viel mit Campen am Hut. Als Kind waren wir sicherlich mal zu Besuch bei dem einen oder anderen Freund. Aber so richtig angesteckt hat mich das Thema Campen nie.
Bis vor ca. 6 Wochen.
Mein Freund hat seine Kindheit in Fehmarn auf dem Campingplatz verbracht. Er wohnt einige Meter vom Campingplatz entfernt, auf dem seine Mutter im Restaurant arbeitet und sein Stiefvater Boote vermietet. Also lag es nahe, dass er den ganzen Tag auf dem Campingplatz zubrachte.
Es entwickelten sich einige Freundschaften, die bis heute halten.
Und genau das ist es, was sein Leben von meinem unterscheidet. Die Freunde, die ich mal hatte, vor allem in der Kindheit, sind heute Fremde. Doch Camper bleiben Camper und halten zusammen.
Oft bin ich mit ihm in den letzten Jahren auf den Campingplatz gefahren, aber meist nicht lange geblieben.
,,Nur mal kurz Hallo sagen."
War die Devise.
Bis meine Mutter sich ein Wohnmobil kaufte und mir davon vorschwärmte, wie toll Campen ist. Als meine Mutter dann tatsächlich ein Wochenende auf dem besagten Campingplatz verbrachte, wollte ich auch einmal vorbeischauen und verbrachte das erste Mal seit zwei Jahren einen kompletten Tag auf dem Platz.
Wir saßen vorm Wohnwagen, lachten, schnackten, gingen baden und ließen uns von der Sonne brutzeln (Danke Petrus, für diesen Wahnsinnssommer, der uns im Norden sonst eher verwehrt bleibt).
Meine jetzige Situation lässt meine Nerven blank liegen, davon habe ich euch ja bereits berichtet. Da meine Chefin im Urlaub ist und wir nur eine ,,abgespeckte Sprechstunde" machen, hatte ich diese Woche immer gegen 12.00 Uhr Feierabend. Also beschlossen mein Freund und ich vorgestern doch einen Abstecher nach Fehmarn zu machen.
Rein in den Bikini, alles schnell eingepackt und losgefahren. Und da lagen wir. Am Strand, in der Sonne und genossen die Geräuschkulisse. Die Wellen, die am Ufer brachen und die vielen Kinder, die fröhlich lachten und sangen.
Es war traumhaft, fast wie ein Kurzurlaub, dabei waren es nur wenige Stunden.
Wir trafen uns mit einigen Freunden, die dort derzeit Urlaub machen. Wir gingen baden, fuhren Boot und genossen das Leben. Meine Sorgen? Die gebe ich vor der Fehmarnsundbrücke ab!
Das Leben auf dem Campingplatz ist so herrlich unkompliziert. Das bewies mir folgendes Beispiel. Mit dabei war eine Frau, die ich zuvor noch niemals gesehen hatte. Sie gehörte zu einem der Freunde meines Freundes. Wir kamen sofort ins Schnacken und verstanden uns super. Als wir im Duschhaus feststellten, dass alle Kabinen belegt waren, gingen wir einfach zusammen im Garten duschen und genau das ist es, was das Campen ausmacht. Kein Stress, keine Hektik, keine Eile und zunächst ist jeder Fremde erst einmal dein Freund.
Als ich das erste Mal zur Uhr schaute war es 20.00 Uhr. Wir packten ein, gingen duschen und grillten noch gemütlich. Ein letztes Bierchen am Strand und dann ging die Fahrt nach Hause.
Der Himmel über uns war voller Möwen. Ja, die kleinen weißen Punkte, sind alles Möwen, absolut herrlich (solange sie nicht schietern).
Obwohl wir nur 9 Stunden auf Fehmarn verbrachten, war ich danach komplett entspannt und erholt.
Ich liebe das Leben auf dem Campingplatz. Das in-den-Tag-leben, die Freundlichkeit (: hier grüßt man sich! Immer :) ) und die Erholung, die Ruhe. Sobald der Sturm über uns vorübergezogen ist, werden wir eine ganze Woche auf dem Campingplatz verbringen. Das steht fest.
Was macht ihr um euch zu entspannen, wenn alles zu viel wird? Was ist euer Ventil? Erzählt mir in den Kommentaren davon! Ich freue mich von euch zu lesen :)
Liebe Grüße!