Für diejenigen, die es interessiert, was Herr Putin in einem Interview mit dem ersten russischen Kanal dem senilen und offenbar vollkommen verwirrten imperialistischen Greis im Weißen Haus auf dessen Pöbeleien tatsächlich geantwortet hat, hat Leroy sich hingegeben, eine schnelle Übersetzung anzufertigen. Im übrigen hat Putin frei gesprochen. So kann sich jeder selbst ein Bild machen.
Die Originalquelle ist hier anzufinden:
https://www.1tv.ru/news/2021-03-18/403379-prezident_rossii_o_skandalnom_intervyu_svoego_amerikanskogo_kollegi_dzho_baydena
Es ist tatsächlich so, wie er sagt: wir kennen uns persönlich. Was würde ich ihm also antworten? Ich würde ihm sagen: Bleiben Sie gesund! Ja, ich wünsche ihm Gesundheit. Ich sage das ohne Ironie und nicht zum Spaß. Das vorab.
Dann: Wenn man das Thema weiter fasst, würde ich Folgendes sagen: In der Geschichte jedes Volkes, jedes Staates gibt es viele schwere, dramatische und blutige Ereignisse. Wenn wir aber andere Leute beurteilen oder wenn wir andere Staaten, andere Völker beurteilen, dann schauen wir immer quasi in den Spiegel.
Dann sehen wir uns selbst. Wir projizieren in andere immer das, was wir selbst atmen, was wir im Kern selbst sind. Wissen Sie, ich erinnere mich an meine Kindheit, als wir Kinder auf dem Hof spielten und uns stritten, dann sagten wir immer: "Was man sagt, das ist man selber." Das sagt man nicht zufällig, das ist keine Kinderweisheit oder -blödsinn. Das hat einen tieferen, psychologischen Sinn. Wir sehen im anderen Menschen immer unsere eigenen Eigenschaften und denken, dass er genau so ist wie wir. Und davon ausgehend beurteilen wir ihn und seine Handlungen.
Was nun das amerikanische Establishment angeht - übrigens nicht das amerikanische Volk, denn es besteht mehrheitlich aus ehrlichen, anständigen und herzlichen Menschen, die mit uns friedlich zusammenleben möchten, was wir auch wissen und würdigen, und worauf wir in Zukunft aufbauen werden - ... was also das amerikanische Establishment angeht, "die herrschende Klasse", so hat sich ihr Bewusstsein unter bekannten und nicht einfachen Umständen entwickelt. Denn die Aneignung des amerikanischen Kontinents durch die Europäer war verbunden mit der Vernichtung der eingeborenen Bevölkerung. Man nennt so etwas heute Genozid. Und zwar war das ein glasklarer Genozid an den indianischen Stämmen. Dem folgte eine lange und schwere Periode der Sklaverei, eine sehr brutale Zeit. Das zieht sich durch die Geschichte letztlich bis heute durch und begleitet das Leben in den Vereinigten Staaten täglich. Woher bitte kommt sonst die Bewegung "Blacklivesmatter", also, dass auch die Schwarzen eine Bedeutung haben? Bis heute sind die Afroamerikaner mit Ungerechtigkeiten, ja mit Vernichtung konfrontiert.
Vor diesem Hintergrund beschäftigen sich die herrschenden amerikanischen Kreise sowohl mit innen- wie auch außenpolitischen Problemen.
Dabei sind die USA das einzige Land der Welt, das Atomwaffen eingesetzt hat, zudem noch gegen eine Macht, die nicht über Atombomben verfügte, gegen Japan, im Zweiten Weltkrieg - Hiroshima und Nagasaki. Es gab dafür keine, absolut keine militärische Notwendigkeit. Das war eine unmittelbare Auslöschung von Zivilbevölkerung.
Warum spreche ich darüber? Weil wir wissen, dass die Vereinigten Staaten bzw. die Führung der Vereinigten Staaten insgesamt durchaus mit uns bestimmte Beziehungen unterhalten möchten, allerdings nur im Hinblick auf Fragen, die für sie selbst von Belang sind. Und natürlich zu ihren Bedingungen. Wir sind eigentlich andere Leute. Wir haben einen anderen genetischen, kulturellen und moralischen Code. Aber auch wir können für unsere eigenen Interessen eintreten. Natürlich werden wir mit ihnen zusammenarbeiten. Aber auf den Gebieten, die für uns von Belang sind. Und zu Bedingungen, die wir für vorteilhaft für uns halten. Darauf sollten sie sich einrichten. Sie sollten sich sogar trotz all ihrer Versuche, unsere Entwicklung zu behindern, darauf einrichten. Trotz der Sanktionen und Beleidigungen. Sie müssen sich leider darauf einrichten.
Unser nationales Interesse ist es, mit allen Ländern der Erde Beziehungen zu unterhalten, eingeschlossen die Vereinigten Staaten von Amerika.