Winston Churchill sagte einst: „Erfolg ist die Fähigkeit, von einem Misserfolg zum anderen zu gehen, ohne seine Begeisterung zu verlieren“
Dieses Zitat bringt den Problemkreis „Versagensangst“ auf den Punkt. Wer nach einem Misserfolg nicht guten Mutes weitermacht, programmiert damit einen Neuen vor.
Durch die Angst vor schwierigen Situationen, Herausforderungen, fremden Menschen und davor im Mittelpunkt stehen zu müssen, sendet man negative Signale aus, die beim Gegenüber hängen bleiben. Man strahlt das Gefühl, nicht gut genug zu sein aus. Viele nehmen die Person dahinter und ihre Kompetenzen nicht mehr wahr. Noch kritischer wird es, wenn die Angst sich derart manifestiert hat, dass permanent körperliche Begleiterscheinungen auftreten: Anspannung, Herzrasen, Schwitzen, Übelkeit, Schwindel. Das überträgt sich auf die Mitmenschen; eine angenehme Atmosphäre zu erreichen, wird unmöglich. Die Leistungsfähigkeit nimmt ab, die Misserfolge zu.
Auch das Gesetz der Anziehung spricht davon, dass Negatives immer zu Negativem führt. Ein ewiger Kreislauf. Wer hat vor 10 Jahren nicht „The Secret“ gelesen oder gesehen? Damals dachte ich, das alles wäre Humbug, elendiger Esoterikquatsch. Mittlerweile sehe ich es anders. Durch regelmäßiges Reden vor Gruppen habe ich gemerkt, wie essenziell eine positive Außenwirkung ist. Die ist mit Versagensängste nicht zu erreichen. Zu viel Negativität belastet das gesamte Umfeld, auch im privaten Bereich, und Weiterentwicklung ist nicht möglich.
Aber wie kommt man da raus? Im Kopf ist es klar: Niemand ist perfekt. Man darf an sich nicht höhere Ansprüche stellen als an andere. Akzeptiere es, wenn man Fehler gemacht hat, und sieh sie als Chance, daran zu wachsen. Fokussiere dich auf deine Erfolge. Führen die Katastrophen-Gedanken zu Ende, was kann schlimmstenfalls passieren?
Das funktioniert eine Weile. Man baut daraus ein Gerüst, auf das man sich stützen kann, macht eine Zeit lang weiter. Doch dann kommt wieder ein Punkt, der alles zusammenfallen lässt.
Das Problem ist, dass man diese Tipps verinnerlicht haben muss, sodass man sie FÜHLT: Erst dann ändert sich die Grundstimmung und man legt das Augenmerk auf das Positive.
Dafür gibt es viele Methoden: Manche meditieren, gehen beim Sport über ihre Grenzen, machen eine Therapie oder laufen den Jakobsweg. Da muss jeder seine eigene Vorgehensweise finden.
Nur leider hab ich noch nie jemanden kennen gelernt, der das Problem dauerhaft in den Griff bekommen hat. Immer gibt es Rückschläge, durch die man aus der Bahn geworfen wird. Die Kunst liegt darin, diese anzunehmen und weiterzumachen. Daran zu glauben, dass alles einen Sinn hat.