Was möchtest du mal werden, wenn du groß bist?
Im Kindergarten wollte ich Tierarzt werden, in der Grundschule wurde mir bewusst, dass Tierärzte auch Tiere töten müssen. In der Mittelstufe wollte ich Schriftsteller werden, bis mich die Massen an Autoren erschlugen. Am Gymnasium wusste ich eine Zeit lang nicht mehr, was ich mit mir anfangen soll.
Mein Umfeld besteht zu 3/4 aus Studenten, deren Studium sich dem Ende neigt. Beinahe Alle plagt die Frage, wie es weiter gehen soll. Sie beschäftigen sich mit der Frage nach der Lebensaufgabe. Sie wollen ihre Berufung finden. Es stehen alle Türen offen. Aber gibt es überhaupt den einen Traumjob?
Warum eine Berufung nicht reicht
Diesen einen Job zu finden, der so toll ist, dass wir ihn für 40 Jahre 40 Stunden pro Woche ausüben wollen. Selbstverständlich haben wir dabei Spaß und sind mit kreativer Leidenschaft dabei.
Gehst du jedes Wochenende 48 Stunden lang deinen Hobbys nach? Vermutlich nicht. Würde mit der Zeit auch eintönig werden. Betrachtet man also die Gestaltung der eigenen freien Zeit wird schnell ersichtlich, wie absurd dieses Konzept ist.
Die Balance scheint der Schlüssel zum Erfolg
Anstatt einen "Traumberuf" bis zur Lustlosigkeit auszuüben, kann man viele seiner Interessen, Bedürfnisse und Fähigkeiten zum Einsatz bringen. Starre Konstrukte unserer Gesellschaft gilt es zu hinterfragen.
Stresst euch nicht mit der Suche nach dem einen Traumberuf für das gesamte Leben. Derart endgültige Entscheidungen schränken ein, sorgen für Frust und sind in unserem Zeitalter kaum mehr tragbar.
Während meinem Studium bat uns ein Professor, die folgenden acht Fragen zu beantworten. Sie sollten uns darin unterstützen, herauszufinden wo unsere Stärken und Schwächen liegen.
- 1. Was tust du mit Liebe, was liegt dir am Herzen?
- 2.Worüber willst du immer mehr wissen?
- 3. Wofür bekommst du Komplimente?
- 4. Was würdest du tun, wenn du wüsstest, dass du finanziell abgesichert wärst?
- 5. Was nervt dich an dieser Welt am meisten?
- 6. Wann bist du inspiriert und kreativ?
- 7. Was fällt dir immer wieder auf?
- 8.Wie willst du leben? Die Antworten auf die Fragen können (werden) sich im Laufe der Jahre verändern. ganz einfach weil du dich veränderst, dich entwickelst.
What would you like to be when you grow up?
In kindergarten I wanted to be a veterinarian, in primary school I realized that veterinarians also have to kill animals. I wanted to become a writer in the middle class, until the masses of authors struck me. At the Gymnasium, I did not know what to do with me for a while.
The most of my environment consists of students whose studies tend to end. Almost all of them plague the question of how to proceed. They want to find their vocation. All doors are open. But is there any dreamjob at all?
Why a vocation is not enough
The concept " job of one's dreams" claims to find a job so great that we want to do it for 40 years 40 hours a week-of course having a lot of fun and are passionate about it. Do you spend 48 hours of your hobbies every weekend? Probably not. Would be monotonous with time. Looking at the design of one's own free time, it soon becomes clear how absurd this concept is.
The balance seems the key to success. You can use many of it interests, needs and abilities. Rigid constructs of our society are occasionally questioned.
Do not be bothered by the search for the one job for the whole life. Such definitive decisions restrict, frustrate, and are hardly acceptable in our age.
During my studies, a professor asked us to answer the following eight questions. They should help us to find our strengths and weaknesses.
- 1. What do you do with love?
- 2. What do you want to know more and more?
- 3. What do you get compliments for?
- 4. What would you do if you knew you were financially secure?
- 5. What is the most annoying in this world?
- 6. When are you inspired and creative?
- 7. What do you always remember?
- 8. How do you want to live? The answers to the questions may change over the years. Simply because you change, develop yourself.