Die oft gestellte Frage in Unterhaltungen zwischen Christen und Atheisten "Wer hat Gott erschaffen?" zeigt deutlich die unterschiedlichen Gottesbilder auf, die beide Gesprächspartner für gewöhnlich haben.Der Gott der Bibel wird weder durch ZEIT, RAUM oder MATERIE beeinträchtigt!Wenn er durch ZEIT, RAUM oder MATERIE beeinträchtigt wäre, so wäre Er nicht Gott...
ZEIT, RAUM und MATERIE bezeichnen wir als sogenanntes "Kontinuum" und all diese müssen zum exakt gleichen Zeitpunkt entstehen, denn wenn dort MATERIE, aber kein RAUM wäre...WOHIN könnte sie platziert werden?!
Wenn dort MATERIE und RAUM wären, aber keine ZEIT... WANN könnte sie dort platziert werden?!
Wir können also weder ZEIT, RAUM, noch MATERIE unabhängig voneinander haben, sondern sie müssen gleichzeitig entstehen.Die Bibel beantwortet das mit 9 Wörtern.
1:"Im Anfang.." - hier ist die ZEIT
2:"schuf Gott den Himmel..." - hier ist der RAUM.
3:"und die Erde" - hier ist die MATERIE
Wir stellen also fest, wir haben ZEIT, RAUM und MATERIE.
ZEIT hat 'Vergangenheit', 'Gegenwart' und 'Zukunft';
RAUM hat 'Länge', 'Breite' und 'Höhe'.
MATERIE hat"Fest', 'Flüssig' und 'Gasförmig' ...
Hier haben wir eine Dreieinigkeit aus Dreieinigkeiten, instantan erschaffen und jener Gott, der diese erschuf, muss selbst außerhalb von ihnen sein.Wenn er begrenzt wäre durch ZEIT, wäre Er einfach nicht Gott.Der Gott, der einen Computer erschaffen hat ist ja nicht IN dem Computer, er rennt ja nicht da drinnen herum und verändert die Ziffern, die auf dem Bildschirm erscheinen, richtig?Folglich existiert auch der Gott, welcher dieses Universum erschuf außerhalb dieses Universums.Er ist darüber, jenseits davon, in ihm, durchgehend, durch es - Er ist davon nicht beeinträchtigt!
Die Frage "Wer hat Gott erschaffen?" basiert also auf der Annahme einer "begrenzten Gottheit", die zu irgendeinem Zeitpunkt mal nicht existierte und selber erst erschaffen werden musste... dieses einem Gott nicht angemessene Gottesbild ist in der Regel das größte Problem in Diskussionen zwischen Atheisten und Christen, das es meist schon im Vorfeld beiden unmöglich macht, wenigstens die abweichenden Ansichten des Diskussionspartners nachvollziehen zu können, ganz unabhängig davon, ob man diese nun teilt oder auch nicht.Ein weiteres Problem ist, wenn beide davon ausgehen, dass ihr Diskussionspartner das eigene Gottesbild teilt und "nur" der "Glaube" bzw. "fehlende Glaube" sie unterscheidet, was weitere, daraus resultierende Misverständnisse zwischen beiden nach sich zieht und solche Unterhaltungen daher in vielen Fällen oft ergebnislos enden lässt.
Natürlich wurde hier nur versucht, eines von vielen Grundproblemen mal etwas anzukratzen, was oft sinnvoller ist, als ein komplettes Thema in ganzen Romanen abzuarbeiten und so das Interesse daran durch zu viel Quantität schon im Vorfeld zu dämpfen.