Erstaunlicherweise wurde und wird diese These, nach der die Erde kugelförmig sei, quer durch die Geschichte, schon in der Antike beginnend, über das Mittelalter, bis in die heutige Zeit hinein, in der sie besonders populär ist, immer wieder vertreten. Vordergründig scheint sie auch einige Ungereimtheiten erklären zu können, wie etwa, dass bei Schiffen zuerst der Rumpf am Horizont verschwindet, erst dann die Segel.
Auch wo denn der „Rand“ sei, wenn die Erde eine Scheibe wäre, wettern die „Kugelerdler“. Schließlich hat ihnen der internationale Flugverkehr scheinbare Gewissheit über die Kugelgestalt der Erde verschafft. In diesem Sinne ist sie schon keine Verschwörungstheorie mehr, sondern allgemeiner Konsens. Doch die Frage muss erlaubt sein: „Cui bono?“ Wer profitiert denn von der Kugelgestalt, abgesehen von Globusherstellern und Reiseveranstaltern?
Dabei wurde ja schon 1887 im berühmten Äther-Experiment von Michelson und Morley (1) gezeigt, dass die Erde stillsteht (dass ihre Relativgeschwindigkeit zu dem sie umgebenden Medium (als „Äther“ bezeichnet) gleich Null ist). Fälschlicherweise hat man aber anstatt dessen das Ergebnis dahingehend interpretiert, dass die Erde sich bewegt und stattdessen den Äther in Abrede gestellt. Doch wie sollten sich Teilchen ohne Medium ausbreiten (auch Schall kann sich im Vakuum bekanntlich nicht ausbreiten)? Die irrige Beerdigung des Mediums Äther führte in weiterer Folge zur Etablierung der speziellen und später der allgemeinen Relativitätstheorie durch Albert Einstein, die aber mittlerweile gehörig in Kritik geraten sind (2), (3) . Zur Aufrechterhaltung des vierdimensionalen Einstein´schen Raum-Zeit-Konzepts werden mittlerweile immer wahnwitzigere Theorien benötigt, über 10-dimensionale Stringtheorien ist man derzeit bei der M-Theorie (4) angelangt, die eine aus 11 Dimensionen bestehende Raumzeit voraussagt. Absurd. Alles eine Folge des aberwitzigen Versuchs, die „Kugelerde“ aufrechtzuerhalten. Dabei gebietet der gesunde Hausverstand, dass ein kugelförmige Erde in den Milliarden von Jahren ihrer Reise um die Sonne ihre Geschwindigkeit von 30 Kilometer pro Sekunde aufgrund ihres Widerstandes gegen das eben nicht vollkommene Vakuum des Weltalls längst abgebremst haben müsste. Wie könnte eine runde Erde, die sich noch dazu angeblich mit hunderten km/h um sich selbst dreht, ihre Ozeane und die Atmosphäre behalten? Ein bloßer Blick auf den Mond genügt: Er ist rund und vollkommen atmosphäre- und wasserlos. Nur eine flache Erde kann diese und andere Widersprüche auflösen.
Haben Sie übrigens schon einmal versucht, von Südamerika nach Australien zu fliegen? Warum werden nur Flüge über Nordamerika oder andere scheinbar extreme Umwege angeboten? Weil das in Wirklichkeit der direkte Weg ist (siehe Abbildung oben)! Aber die Kugelerdler ignorieren neben solchen Beweisen sogar elementare, jahrhundertealte Traditionen und Volksweisheiten. Wer kennt nicht den Brauch, rituell symbolhafte Erdmodelle zu ehren, indem mit Pfeilen möglichst die Erdmitte, das mythische Kraftzentrum, getroffen, und damit Ruhm und Ehre errungen werden soll. Hat man schon jemals Vertreter dieser Priesterkaste Pfeile auf runde Ballons werfen sehen? Eben. Da nützt es auch nichts, wenn Kugelerdler sie als „Dartspieler“ verhöhnen wollen.
- https://de.wikipedia.org/wiki/Michelson-Morley-Experiment
- http://www.kritik-relativitaetstheorie.de/2011/08/irrwege-der-wissenschaft-warum-einsteins-relativitatstheorie-falsch-ist/
- http://www.welt.de/wissenschaft/article13622365/Hat-sich-Einstein-womoeglich-doch-geirrt.html
- http://www.theory.caltech.edu/people/jhs/strings/str154.html
Aus dem Lexikon der nicht empfehlenswerten Dinge, unpubliziert