Hallo Splinterlands-Freunde, fällt es euch auch auf, wie einheitlich die Team-Aufstellungen der Spitzenspieler der Champions League mittlerweile oft sind? Insbesondere um Prince Rennyn gebildete Teams, wo entweder vorne Flesh Golem, Lord Arianthus oder Cocatrice, plus Creeping Ooze und Brownie stehen, dahinter ein Earth Elemental, und danach folgt irgendwann die Kombination von Centaur und Spirit of the Forest, vielleicht noch unterstützt vom überaus bösartigen Javelin Thrower? :)
Das ist hocheffektiv, und es ist ein mehr oder weniger offenes Geheimnis, dass ein Großteil der im Ranking oben Stehenden ihre an die jeweiligen Spielmodi angepassten Teams nicht spontan aufstellen, sondern selbst erstellten oder öffentlich zugänglichen Tabellen entnehmen.
Wo bleibt die Kreativität?
Das ist zweifellos aus ihrer Sicht sinnvoll und vor allem pragmatisch, aber bleibt da noch Raum für eigene Kreativität?
Was mich betrifft, plane ich es zwar seit langem, bin aber ehrlich gesagt bisher schlicht zu faul, konsequent an einer eigenen Team-Aufstellungstabelle zu arbeiten. Das hindert mich glücklicherweise keineswegs daran, von Zeit zu Zeit ein paar gute Ideen zu haben, die dann meist zunächst in Turniermatches getestet werden (damit es sich auch lohnt).
Hier einige Beispiele:
Was tun bei Keep Your Distance?
Keep Your Distance ist ein Modus, der mir zunächst Kopfzerbrechen bereitete. In jüngster Zeit testete ich jedoch mit ansprechenden Ergebnissen die Strategie, bei kleinem Mana-Cap vorne den scheinbar fast obligatorischen Lord Arianthus wegzulassen und zwecks Mana-Einsparung durch ein Ranged Attack-Monster zu ersetzen.
Beispiel-Battle.
Centaur und Spirit of the Forest lassen dich verzweifeln?
Immer mehr Spieler nutzen, wie erwähnt, Prince Rennyn, um den Gegner mit Centaur und Spirit of the Forest in Grund und Boden zu snipen. Stelle ich z. B. in meinem Life-Team die Sneaker zu weit vorne hin, werden die vor ihnen stehenden Monster ganz schnell weggeputzt, so dass Feral Spirit und Elven Cutthroat bald hilflos vor dem gegnerischen 'umgedrehten Blumentopf' (Lord Arianthus) zu stehen kommen.
Um diesem traurigen Schicksal vorzubeugen, stellte ich versuchsweise meine Sneaker gaaanz hinten hin, damit sie auch bis zum Ende des Kampfes sneaken können. Davor solide Monster, die den feindlichen Snipern möglichst lange widerstehen, am besten kombiniert mit dem Armor liefernden The Peakrider. Natürlich ist diese Strategie hochriskant, denn die Niederlage ist gewiss, sofern der Gegner auf die Idee kommt, ebenfalls zu sneaken statt zu snipen.
Beispiel-Battle.
Hier hätte man auch durchaus überlegen können, als erste drei Monster statt Cocatrice, Silvershield Paladin und Lord Arianthus lieber Cocatrice, Lord Arianthus und Air Elemental zu wählen, da der Paladin in meiner Aufstellung zunächst eher nutzlos herumstand und als Melee-Monster ohnehin die Sniper-Angriffe nicht auf sich zog.
Ob diese Strategie gegen den erneuerten Prince Rennyn mit höherer Geschwindigkeit noch wirksam ist, wird sich zeigen müssen ... Ich frage mich, wie oft meine Sneaker einen gegnerischen Spirit of the Forest dann überhaupt noch treffen werden ...?
Der unbesiegbare Flesh Golem?
Kennt ihr das auch: Vorne steht ein gegnerischer Flesh Golem, unterstützt von diversen Heilern, und ihr kriegt ihn einfach nicht da weg? Ein Teil des Problems kann mittlerweile durch den Einsatz von Affliction-Monstern gelöst werden ... sofern man welche besitzt. Ich versuchte es jedoch mit einer ziemlich radikalen Variante: Position eins belegte der Chromatic Dragon, unterstüzt von zwei Heilern sowie dem Defender of Truth (als Armor-Geber).
Beispiel-Battle.
Erwartet man den Flesh Golem, ist das möglicherweise ein probates Mittel. Rechnet man dagegen mit Flesh Golem plus diversen Magic-Monstern, ist eventuell der zusätzlich zu Enrage über die Void-Fähigkeit verfügende Clay Golem besser geeignet.
In Ranking-Matches kann natürlich auch durchaus eine Aufstellung mit Lord-Arianthus oder Cocatrice an der Spitze ein erfolgreiches Mittel gegen den Flesh Golem sein, aber wie sieht das z. B. in Alpha-Karten-Turnieren aus, wenn jemand über kein komplettes Erd-Team verfügt oder neutrale Monster nicht zugelassen sind ...?
Armor statt Flying in Earthquake-Matches?
Geht es um den Earthquake-Modus, denken die meisten von euch sicherlich verstärkt über den Einsatz flugfähiger Monster nach, was sicherlich auch durchaus sinnvoll ist. Allerdings testete ich in letzter Zeit eine andere Strategie, und zwar, einfach auf möglichst viel Armor zu setzen, da ja, bevor das Erdbeben den Monstern Lebenspunkte abzieht, zunächst der Armor-Wert reduziert wird.
Eine typische Aufstellung wäre also z. B. The Peakrider - Silvershield Paladin - Feral Spirit - Eleven Cutthroat - Angel of Light - Defender of Truth (gibt noch mehr Armor). Das Interessante an der Kombination des Engels mit dem Defender ist, dass selbst wenn sich letzterer, z. B. an einem Lord Arianthus, die Zähne ausbeißt, er einmal wiederbelebt wird, und dann den Armor-Wert aller anderen Monstern erneut heraufsetzt.
Beispiel-Battle.
Unkonzentriert wie ich des Öfteren bin (ich spiele Steem Monsters meistens nebenbei und verpasse dadurch häufig den Start eines Matches, wodurch ich beim Aufstellen des Teams dann oft in große Zeitnot gerate ...), hatte ich ehrlich gesagt gar nicht gemerkt, versehentlich das Silvershield Knight statt den Silvershield Paladin aufgestellt zu haben, aber ich finde gerade kein besseres Beispiel, um die vorgestellte Strategie zu demonstrieren.
Ich könnte an dieser Stelle zwar fortfahren (oder das Posting auch auf Englisch veröffentlichen), aber ich will ja auch zukünftig noch den ein oder anderen Kampf gewinnen ... weshalb ich den Artikel hiermit beende und hoffe, eure Kreativität und den Mut, ab und zu mal etwas Neues auszuprobieren, ein wenig angeregt zu haben. :-)
Disclaimer: Für krachende Niederlagen aufgrund Befolgens meiner Strategie-Tipps übernehme ich keinerlei Verantwortung. :-)